Vergleichstest

Laubsauger Test: Die besten Laubsauger und Laubbläser im Vergleich

Laubsauger und Laubbläser können die Arbeit im Garten und um das Haus im Herbst deutlich vereinfachen. Wir haben einige Modelle getestet und miteinander verglichen. Bei uns erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf eines Laubsaugers oder Laubbläsers achten müssen.

Laubbläser und Laubsauger im Test
Kaum eine Geräteklasse ist so umstritten wie Laubsauger und -bläser: Wir haben fünf Geräte getestet© Michael Holz / PZT

Die Laubsauger und -bläser sind umstritten. Während viele darauf schwören, sind sie anderen ein Dorn im Augen. Dabei sind es eigentlich ihre professionellen Brüder, die ihr Image so nachhaltig verdorben haben: Rückengetragene Laubbläser mit Zweitaktmotoren. Mit diesem leistungsstarken Laubgebläse bringen Hausmeister und Angestellte der Stadtreinigung im Herbst ganze Stadtviertel um den (Mittags-)Schlaf.

Für den Hausgebrauch genügt aber oft schon ein kleinerer Laubbläser mit Akku-Betrieb. Wir haben einige dieser Geräte für Sie getestet. Eines vorneweg: Flüsterleise sind auch die Akku-Laubbläser nicht. In unserem Test wurden Spitzenwerte von teilweise über 100 dBA gemessen. Das bedeutet, dass die Laubsauger und Laubbläser durch die Bank etwa doppelt so laut sind wie ein Rasenmäher mit 94 dBa maximal sein darf. Und auch die sind schon alles andere als leise.

Gehör- und Staubschutz sind also Pflicht beim Einsatz von Laubsaugern und -bläsern. Und falls Sie jetzt über den "Staubschutz" gestolpert sind – beim Einsatz als Blasgerät pusten Sie mit 30 bis 100 km/h (!) auf den Boden. Da bleibt bei Allergikern kein Auge trocken.

Das erwartet Sie in diesem Text:

  1. Vergleichstest: Laubsauger mit Häckselfunktion
  2. Laubsauger im Vergleich
  3. Wann lohnt sich ein Laubsauger?

Vergleichstest: Laubsauger mit Häckselfunktion

Die meisten Laubsauger verfügen auch über eine Häckselfunktion. Deren Wirkung ist aber nicht mit der eines Gartenhäckslers zu vergleichen. Vereinfacht dargestellt, schicken die Geräte das Laub auf dem Weg in den Fangsack durch das Lüfterrad, das für eine Zerkleinerung sorgt. Befriedigend funktioniert diese aber nur dann, wenn das Laub wirklich trocken und brüchig ist. Aggregatzustände, die im Herbst in Nordeuropa nur selten anzutreffen sind.

Die Leistungsaufnahme der Elektromotoren im Test variierte stark. Die Bandbreite reichte von 930 bis 1730 Watt; Werte, die aber nicht automatisch mit schlechten oder guten Ergebnissen einhergingen. Es ist hier wie bei Staubsaugern – die Leistungsangaben sind kein Kriterium für Qualität.

Gleiches gilt für die Preise: Im Laubsauger- und Laubbläser-Vergleichstest sind zwar die teureren Testmuster tendenziell besser, das günstigste Gerät landet aber nicht auf dem letzten Platz. Immerhin gab es beim Sicherheits-Check der Akku-Laubbläser und -sauger keine Beanstandungen.

Vor dem Kauf eines Laubsaugers oder Laubläsers sollten Sie sich in jedem Fall auch über seine Reichweite und die Einsatzbedingungen vor Ort Klarheit verschaffen: Das Füllen eines Fangsacks dauert selten länger als fünf Minuten. Wenn Ihre "Laubernte" in Kubikmetern gemessen werden muss, sind Sie mit diesen Geräten nicht gut beraten.

Laubsauger im Vergleich

Diese Laubsauger gibt es:
Laubsauger von Stihl
© Michael Holz / PZT

Schritt 1/4: Laubsauger von Stihl

Laubsauger von Stihl*
Positiv: Sehr schnell beim Saugen und Blasen von Laub. Hoher Volumenstrom beim Saugen. Hoher Wirkungsgrad (Energieeffizienz). Sehr einfache Erstinbetriebnahme. Angenehmes Arbeiten, leichtgängiges und handliches Gerät. Geringe Staubentwicklung.
Negativ: Sehr laut. Arretierung des Schalthebels nur bei maximaler Leistung. Umbau vom Bläser zum Sauger etwas umständlich.
Gesamturteil: Gut

Laubsauger von Black & Decker
© Michael Holz / PZT

Schritt 2/4: Laubsauger von Black & Decker

Laubsauger von Black & Decker*
Positiv: Gute Saugleistung. Hoher Volumenstrom beim Saugen. Bläser mit sehr hoher Luftgeschwindigkeit, sehr schnelles Zusammenblasen von Laub. Angenehme Arbeitshaltung. Sehr einfache Fangsackentleerung (kein Reißverschluss). Einfacher Umbau von Bläser zu Sauger.
Negativ: Sehr laut. Durch Luftaustritt am Fangsack wird leicht noch liegendes Laub staubig aufgewirbelt.
Gesamturteil: Befriedigend

Laubsauger von Atika
© Michael Holz / PZT

Schritt 3/4: Laubsauger von Atika

Laubsauger von Atika*
Positiv:
Leichtestes Gerät im Test. Hoher Wirkungsgrad (Energieeffizienz). Sehr einfaches Umrüsten vom Bläser zum Sauger durch Hebelumlegen. Geringe Staubentwicklung.
Negativ: Sehr laut. Aufwendiges Abnehmen des Fangsacks auf Grund mehrfacher Befestigung. Dauerbetätigung des Ein-/Ausschalters während des Betriebs erforderlich. Fangsack stört beim Laufen. Kleine Saugrohröffnung verstopft leicht. Bei sich füllendem Fangsack zieht der Sauger stark nach unten.
Gesamturteil: Befriedigend

Laubsauger von Güde
© Michael Holz / PZT

Schritt 4/4: Laubsauger von Güde

Laubsauger von Güde*
Positiv: Kein Umbau notwendig von Bläser auf Sauger. Geringe Staubentwicklung. Komfortable, stufenlose Leistungsregulierung.
Negativ: Sehr laut. Sehr kurzer, unbequemer Gurt. Langsam beim Laubsaugen. Geringe Luftgeschwindigkeit beim Blasen. Niedriger Wirkungsgrad (Energieeffizienz) beim Blasen und Saugen. Fangsack stört beim Laufen. Bei sich füllendem Fangsack zieht der Sauger stark nach unten.
Gesamturteil: Befriedigend

Von großer Wichtigkeit für das Arbeitsergebnis sind die Luftgeschwindigkeit und der Volumenstrom der Laubbläser. Die Geschwindigkeit der bewegten Luft wurde bei maximaler Leistung mit einem Anemometer gemessen. Blasfunktion: Abstand Rohr zu Messgerät 60 Zentimeter; Saugfunktion: Messgerät direkt am Rohr. Der Volumenstrom ergab sich dann aus der Luftgeschwindigkeit und der Fläche der Saugrohröffnung.

Beim Sicherheits-Check der Laubgebläse wurde unter anderem ermittelt, ob Kieselsteine aufgesaugt werden und zum Turbinenrad gelangen können. Dadurch könnte die Maschine nachhaltig beschädigt werden. Ein eingesaugter Stein wird vor allem dann zum Sicherheitsrisiko, wenn er zum Schrotschuss wird. Glücklicherweise meisterten alle Testgeräte diese Prüfung mit Bravour.

Wenn Sie nun mit der Anschaffung eines Laubsaugers liebäugeln, werden Sie hier bestimmt fündig:

Anzeige

Wann lohnt sich ein Laubgebläse?

Kaum eine Gartenarbeit ist so unbeliebt, wie das Harken des Laubs im Herbst. Viele Gartenbesitzer wären deswegen nur zu gern bereit, sich hier von einer Maschine die Arbeit abnehmen zu lassen. Das können elektrische Laubsauger nach unseren Erfahrungen aber nur im begrenzten Umfang leisten. Wer einen Garten von deutlich mehr als 500 Quadratmeter Größe hat, größere Laubbaumbestände oder gar eine lange Buchenhecke sein Eigen nennt, wird mit diesen Geräten nicht glücklich werden

Auch ist der Zeitgewinn bei großen Flächen gegenüber Harke und Besen wesentlich. Hier raten wir von einem Kauf ab. Wer allerdings einen überschaubaren Garten sowie die Freiheit hat, das Laub aufnehmen zu können, wenn es gerade trocken ist, ist mit einem elektrischen Laubsauger oder Laubbläser gut beraten. Aber: Testen Sie das Gerät ausgiebig, möglichst im Gelände.

Übrigens: Auch bei Holzarbeiten wie Bäume fällen und Entasten sind Laubbläser und Laubsauger willkommene Helfer. Das aufgesammelte Laub kann später für den Kompost weiter verwendet werden.

Das könnte Sie auch interessieren
Laub im Garten mit dem Rechen entfernen
Rechen oder kompostieren?
Laub im Garten
Jedes Jahr versinkt der Garten in einer Flut von Blättern von Bäumen und Büschen. Wie damit umgehen und vor allem die Frage: Wohin da mit?

Darauf sollten Sie beim Selbsttest von Laubgebläsen achten

  • Ergonomie des Gerätes: Liegt der Laubsauger oder -bläser leicht in der Hand?
  • Fangsack: Ist er so platziert, dass er Ihnen nicht im Weg ist? Um das festzustellen, sollten Sie den Laubbläser auch mit gefülltem Fangsack testen
  • Strom-Versorgung: Reicht die Akkuleistung für Ihr Einsatzgebiet?
  • Zubehör: Benötigen Sie beispielsweise einen Ersatzakku oder einen Rückengurt für den Laubbläser?
  • Lautstärke: Haben Sie ein weitläufiges Grundstück oder müssen Sie auf Ihre Nachbarn achten?

Jeden Herbst versinkt der Garten auf ein Neues in einer Flut von Blättern. Wie geht man damit um und wohin mit all dem Laub? Das und mehr erfahren Sie hier: Rechen oder kompostieren - alles rund ums Thema Laub im Garten.

In diesem Text verwenden wir sogenannte Affiliate-Links. Produkte, die mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind, können Sie käuflich erwerben. Kommt der Kauf zustande, erhalten wir eine kleine Provision. Sie bezahlen deshalb jedoch nicht mehr für die Produkte als üblich. Mehr zum Thema Affiliate finden Sie hier.

Die neue Ausgabe ist da: selber machen - Jetzt kaufen!
U1 01_23