Heizen

Notheizung kaufen oder bauen

Wenn der Strom und die Heizung ausfallen, wird es besonders im Winter schnell ungemütlich in der Wohnung. Mit einer Notheizung sind Sie vorbereitet.

Notheizung
Eine Notheizung ist besonders im Winter unverzichtbar.© TenWit - stock.adobe.com

Eine ausgefallene Heizung ist immer unangenehm. Bei länger andauerndem Heizungsausfall und im Winter kann die Situation aber recht schnell sehr gefährlich werden, denn je nach Außentemperatur ist es durchaus möglich, auch in der eigenen Wohnung zu erfrieren, wenn diese nicht geheizt werden kann. Daher ist es vorausschauend, eine Notheizung als Alternative vorrätig zu haben. 

Bei Notheizungen gibt es verschiedene Modelle: Manche werden mit Gaskartuschen oder Petroleum betrieben, andere sind strombetrieben und haben so eine gewisse Abhängigkeit zur Stromversorgung. 

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Um im Krisenfall unabhängig zu sein, empfiehlt sich eine Notheizung, die mit Gas oder Petroleum betrieben wird. 

Geeignete Notheizung finden

Eine Notheizung sollte nicht dazu genutzt werden, die ganze Wohnung zu heizen. Vielmehr empfehlen Experten, sich in diesem Fall mit allen Mitbewohnern, Matratzen, Decken und Vorräten in einen Raum zurückzuziehen. Durch die menschliche Körperwärme wird der Raum bereits ein wenig geheizt. Die Notheizung erbringt die restliche notwendige Heizleistung, damit Sie gut durch die Krise kommen. 

Notheizung Heizstrahler
Mit einer Petroleum-Notheizung sind sie auch unabhängig von der Stromversorgung.© Kazu - stock.adobe.com

Um einen Raum von 20 Quadratmetern Fläche mit einer Raumhöhe von 2,5 Metern zu beheizen, muss Ihre Notheizung mindestens 2 kW Heizleistung erbringen können. Behalten Sie diesen Wert als Mindestanforderung im Hinterkopf, wenn Sie eine Notheizung kaufen. 

Wenn Sie einen bereits eingebauten und abgenommenen Holzofen besitzen, müssen Sie nicht nach einer Notheizung suchen, sondern nur darauf achten, genug Brennholz vorrätig zu haben. Mit einem Holzofen als Notheizung können Sie einen Heizungs- und Stromausfall gut überstehen und gegebenenfalls auf dem Ofen sogar Speisen erwärmen. Mit einer Heizleistung von etwa 8 kW hält ein Holzofen auch größere Räume warm.

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Kleinere Räume können Sie auch mit einem Petroleum-Heizstrahler* als Notheizung beheizen. Achten Sie auch hier darauf, immer ausreichend Brennstoff vorrätig zu haben. Gleiches gilt, wenn Sie sich für eine mit Gas betriebene Notheizung* entscheiden. 

Auch strombetriebene Heizstrahler* können eine brauchbare Wärmequelle sein. Voraussetzung dafür ist jedoch eine stabile Stromversorgung. Es empfiehlt sich, sich nicht allein auf Stromheizkörper als Notheizung zu verlassen.

Ein kleiner Tischkamin* hat zwar eher dekorative Zwecke, kann im Notfall aber als Notheizung dienen. Vorsicht, wenn Sie das Ethanol nachfüllen: Es kann zu Verpuffungen kommen.

Auf keinen Fall sollten Sie Gegenstände aus Holz und Papier, etwa Möbel oder Bücher, in der Wohnung verbrennen, wenn die Heizung ausfällt. Die Brandgefahr ist nicht zu unterschätzen und zusätzlich können sich schädliche Dämpfe bilden, wenn Lacke oder andere Beschichtungen verbrennen. Außerdem steigt so die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung. 

Wichtig: Eine der größten Gefahren beim Betrieb einer Notheizung ist das Risiko einer Kohlenmonoxidvergiftung. Ein Kohlenmonoxidmelder* warnt Sie rechtzeitig. 
Teelichtofen
Ein Teelichtofen ist die Notheizung zum selber bauen.© TwilightArtPictures - stock.adobe.com

Notheizung selber bauen

Wenn die Heizung ausfällt, muss es schnell gehen. Wenn Sie keine geeignete Notheizung besitzen, können Sie für den Übergang einen Teelichtofen* als Notheizung selber machen.

Sie brauchen: 

  • zwei Terrakotta-Blumentöpfe in unterschiedlichen Größen
  • eine feuerfeste Unterlage, zum Beispiel einen Terrakotta-Topfuntersetzer
  • vier Unterlegscheiben
  • vier Muttern
  • eine Flügelmutter
  • eine lange Bauschraube oder eine Gewindestange
  • Terrakotta-Sockel oder kleine Steinwürfel
  • drei bis fünf Teelichte (abhängig vom Durchmesser des kleinen Topfes)

Legen Sie eine Unterlegscheibe über das Loch des größeren Terrakottatopfes und stecken Sie die Bauschraube oder Gewindestange hindurch. Befestigen Sie die Schraube oder Gewindestange mit einer zweiten Unterlegscheibe und einer Mutter. 

Drehen Sie eine zweite Mutter in einem Abstand von etwa zwei Zentimetern zum Terrakottatopf auf die Gewindestange oder Schraube. Darauf kommt die dritte Unterlegscheibe, die mit einer weiteren Mutter fixiert wird. 

Schieben Sie nun den zweiten Terrakottatopf bis zur Unterlegscheibe auf die Gewindestange. Befestigen Sie ihn mit der letzten Unterlegscheibe und der Flügelmutter.

Stellen Sie die Teelichte in einem Abstand von mindestens drei Zentimetern zueinander auf die feuerfeste Unterlage. Platzieren Sie die Steinklötzchen oder Sockel rund um die Unterlage und platzieren Sie den Teelichtofen so, dass der Rand des größeren Topfes sicher auf den Sockeln ruht. 

Zünden Sie nun die Teelichte an, um den Teelichtofen in Betrieb zu nehmen. 

Wichtig: Lassen Sie Ihren Teelichtofen niemals unbeaufsichtigt!

Sie können auch den Terrakotta-Untersetzer umdrehen und ein Lock hineinbohren, um ihn an der Gewindestange zu befestigen. Dann brauchen Sie zusätzlich eine Flügelschraube, eine Mutter und zwei Unterlegscheiben.

Einen großen Raum werden Sie nicht mit dem Teelichtofen heizen können, denn ein Teelicht hat nur eine Heizleistung von 40 Watt. Bauen Sie mehrere Teelichtöfen, um verschiedene Wärmequellen über den Raum zu verteilen. 

Eine Notheizung ist überlebenswichtig, wenn in der kalten Jahreszeit die Heizung ausfällt. Bei der Auswahl der passenden Notheizung gibt es einiges zu beachten.

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