Welche Hausmittel gibt's?

Ameisen in Haus und Wohnung bekämpfen

Eigentlich sind Ameisen für den Menschen nicht gefährlich. Dennoch können Sie in Haus und Wohnung zu echten Plagegeistern werden. Wir erklären, was Sie dagegen tun können!

 
Ameisen in Haus oder Wohnung vertreiben © pixabay
Meistens sind Ameisen in der Wohnung auf der Suche nach Futter

Ameisen in der Wohnung? Es krabbelt in der Küche oder im Wohnzimmer? Keine Panik – mit ein paar Tricks können Sie die Plage eindämmen. Zuerst sollten Sie herausfinden, wieso die Insekten überhaupt in Ihre vier Wände vorgedrungen sind und was sie angelockt hat. Danach können Sie entscheiden, wie Sie die Ameisen am besten wieder loswerden. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema.

Wieso kommen Ameisen in die Wohnung?

Es gibt verschiedene Ursachen für eine Ameisenplage in Haus oder Wohnung. In der Regel gibt es zwei Gründe für die neuen Mitbewohner:

  • Ameisen haben in Haus oder Wohnung Nahrung ausfindig gemacht
  • Ameisen haben dort gute Bedingungen für den Nestbau vorgefunden

Die erste Möglichkeit ist die Wahrscheinlichste. In den meisten Fällen sind die Vorratsschädlinge auf der Suche nach Futter, weshalb sie in den Wohnraum vorgedrungen sind. Dabei bilden sie sogenannte „Ameisenstraßen“, die sie mit Duftstoffen markieren und Artgenossen damit aufmerksam machen. Die Wege können durch Lücken in der Hauswand sowie durch undichte Fenster und Türen führen.
 
Meistens haben es die Ameisen auf zucker- oder eiweißhaltige Lebensmittel abgesehen. Es kommt selten vor, dass sich Ameisen tatsächlich in Wohnungen oder Häusern einnisten.

Sind Ameisen gefährlich? 

Generell geht von Ameisen keine Gefahr für den Menschen aus. Vielmehr handelt es sich bei den Insekten um nützliche Tiere, die mit ihren Gängen die Erde auflockern. Zudem reichern sie den Boden mit Dünger an. Die Bisse und Stiche sind für den Menschen dennoch schmerzhaft und können Hautreizungen verursachen.

Im schlimmsten Fall krabbeln die Insekten in elektrische Geräte, dabei kann es zum Kabelbrand kommen. Bei Allergikern ist besondere Vorsicht geboten, hier sollte bei entsprechenden Reaktionen ein Arzt kontaktiert werden.

So bekämpfen Sie Ameisen in Haus und Wohnung ohne Chemie

Um die Umwelt – und auch die eigene Gesundheit zu schonen – sollte beim Eindämmen der Ameisenplage auf chemische Mittel und Biozide verzichtet werden, wie die Verbraucherzentrale Hamburg informiert. Vor allem ältere, kranke oder schwangere Personen sowie Babys können beim Kontakt sehr unter dem Einsatz von chemischen Insektengiften leiden. Außerdem belasten die Mittel das Grundwasser und schädigen damit die Umwelt.

Backpulver, Kräuter, Chemie: Was hilft gegen Ameisen in der Wohnung?

Ein bewährtes Hausmittel ist es, Backpulver auszustreuen, um die Ameisen zu bekämpfen. Dass diese Methode wirksam ist, bestätigen auch Biologen. Der Nachteil: Da das Backpulver im Bauch der Ameisen aufquillt und sie dadurch aufplatzen, werden die Tiere unnötigerweise gequält. Es gibt auch tierfreundlichere Möglichkeiten:

  • Ziehen Sie einen Strich mit Kreide. Ameisen können diesen nicht passieren
  • Versperren Sie die Zugänge mit Lehm, Silikon oder Leim
  • Aromapflanzen wie Lavendel, Thymian oder Majoran anpflanzen oder auslegen. Die Tiere mögen den Duft nicht
  • Ätherische Öle von Zitronenkraut, Kerbel oder Lavendel verwirren die Ameisen
  • Nutzen Sie Hausmittel wie Zitronenschale, Essig oder Zimt
  • Spezielles „Ameisenöl“ vertreibt die Insekten mit Duftstoffen
  • Bewahren Sie Vorräte in geschlossenen Behältern auf, beispielsweise in Gläsern mit Gummidichtung

 Falls sämtliche Versuche scheitern, kann im Ernstfall ein professioneller Schädlingsbekämpfer gegen die Ameisen vorgehen. Mit diesem sollte man jedoch vorab besprechen, dass keine gefährlichen Insektizide zum Einsatz kommen.
 
Für Haustierbesitzer ist es zudem wichtig, den Futternapf stets sauber zu halten. Die Futterreste in der Schale können Ameisen anlocken.

Muss der Vermieter Ameisen in der Wohnung beseitigen?

Wer unternimmt bei einem Mietverhältnis etwas gegen die Ameisenplage in der Wohnung? Auch hier gilt es zunächst, die Ursache ausfindig zu machen. Generell gilt: Schuld ist der Verursacher des Insektenbefalls. Normalerweise ist der Mieter verantwortlich, da in den meisten Fällen die Ameisen auf der Suche nach Futterquellen in der Wohnung sind. Deshalb sollte der Mieter diese beseitigen und dafür sorgen, dass die Ameisen wieder verschwinden.
 
In Ausnahmefällen kann es jedoch sein, dass die Insekten die Wohnung als geeigneten Ort für den Nestbau ausgewählt haben. Dahinter stecken oft bauliche Mängel am Gebäude. Dann sollte der Vermieter sofort informiert werden. Dieser ist dann verpflichtet, die Situation zu eruieren und den Schaden zu beheben. Sollte das nicht passieren und die Wohnung wegen dem Befall nicht benutzt werden können, kann dies ein Grund für Mietminderung sein.
 

 

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