Hochbeet

6 häufige Fehler beim Gärtnern im Hochbeet

Hochbeete sind voll im Trend. Besonders Gemüse, Obst und Kräuter gedeihen im Hochbeet sehr gut. Man kann dabei aber auch einiges falsch machen. Wir geben sechs Tipps, wie Sie die typischen Fehler beim Gärtnern im Hochbeet vermeiden.

Hochbeet
Der Trend zum Hochbeet im Garten oder auf dem Bakon ist ungebrochen.© vulkanismus - stock.adobe

Hochbeete sind beliebt, weil sie rückenschonendes Gärtnern auch auf kleinem Raum ermöglichen. Zudem gedeihen einige Pflanzen im Hochbeet auch besser als im Freiland. Es genügt aber nicht nur, sich ein Hochbeet anzuschaffen, wie bei fast allem anderen, kann man auch hier einige Fehler machen. Wir geben sechs Tipps für das Gärtnern im Hochbeet.

1. Hochbeet-Fehler: Falscher Standort

Der richtige Standort ist bei den meisten Pflanzen essenziell. Es kommt also ganz darauf an, was Sie in Ihrem Hochbeet pflanzen möchten.

Während einige Kräuter besonders viel Sonne bevorzugen, also eher einen südlichen Standort, mögen andere eher den Halbschatten beziehungsweise weniger Sonne wie auf der Ost- oder Westseite des Gartens oder Balkons.

2. Hochbeet-Fehler: Falscher Aufbau

Ist der richtige Standort gewählt, geht es an den Aufbau des Hochbeetes. Sie können fertige Sets im Handel erwerben, oder auch ein Hochbeet selber bauen.

  • Achten Sie auf witterungsbeständige Materialien.
  • Der Innenraum des Hochbeetes muss mit einer Folie ausgekleidet werden. Sparen Sie hier besser nicht am falschen Ende, Sie ärgern sich sonst nur.
Wichtig: Kleiden Sie den Boden Ihres Hochbeets unbedingt mit einem feinen Drahtgeflecht oder dergleichen aus. Sonst kann es leicht passieren, dass Wühlmäuse und andere Nager sich an Ihren Pflanzen gütlich tun.

3. Hochbeet-Fehler: Falsche Befüllung

Bevor es ans Bepflanzen geht, muss das Hochbeet mit reichlich Erde und anderen Materialien befüllt werden.

  1. Man beginnt mit einer Schicht aus zerkleinertem Holz wie beispielsweise geschnittene Äste und Reisig. Haben Sie also kürzlich Ihre Hecken und Bäume beschnitten, werfen Sie nichts weg, zerkleinern Sie den Schnitt und nutzen Sie diesen als unterste Schicht der Hochbeet-Füllung.
  2. Die zweite Schicht besteht aus Rasensode beziehungsweise Grasschnitt. Am besten leeren Sie beim nächsten Mal Rasenmähen das Mähgut in Ihr Hochbeet, statt auf den Kompost.
  3. Nun folgt eine ordentliche Schicht (20 – 30 Zentimeter) mit nährstoffreicher Komposterde.
  4. Ganz oben füllen Sie hochwertige Erde wie beispielsweise Humus oder auch spezielle Hochbeeterde aus dem Handel ein.
Achtung: Kein Nadelgehölz verwenden, sondern nur den Schnitt von Laubbäumen.

4. Hochbeet-Fehler: Fruchtfolge nicht beachten

Es gibt Pflanzen, die deutlich mehr Nährstoffe benötigen als andere. Besonders nährstoffzehrend sind Gurken, Kartoffeln und dergleichen. Gerade am Anfang ist der Nährstoffgehalt im Hochbeet noch sehr hoch. Das sollten Sie nutzen und Starkzehrer anbauen.

Statt im kommenden Jahr dann die ganze Erde austauschen zu müssen, da der Boden ausgelaugt ist, sollten Sie auf Pflanzen setzen, die den Nährstoffgehalt sozusagen regenerieren. Am besten erstellen Sie sich einen mehrjährigen Plan, wann Sie was anpflanzen möchten.

Mit der Fruchtfolge einher geht auch eine gesunde Mischkultur. Es gibt Pflanzen, die nicht unbedingt nebeneinander angepflanzt werden sollten. Andere wiederum sollten bevorzugt direkt neben der jeweils anderen angesät werden.

Beispielsweise machen sich Dill, Wermut oder Zwiebeln gut neben Gurken. Sie schützen diese vor Fraßschäden.

Nicht nebeneinandersetzen sollten Sie hingegen Pflanzen aus derselben Familie. Also etwa keine Bohnen neben Erbsen.

Wenn die Erde ausgelaugt ist, geben Dünger den Pflanzen in Beet und Hochbeet die nötigen Nährstoffe. Eine Auswahl von hochwertigen Düngern zum besten Preis finden Sie hier:

5. Hochbeet-Fehler: Zu enge Bepflanzung

Im Hochbeet gedeiht eine Menge verschiedener Pflanzen. Allzu eng sollten Sie aber dennoch nicht pflanzen. Jedes Pflänzchen braucht ausreichend Platz.  Achten Sie also darauf, dass Sie nicht zu eng anpflanzen.

6. Hochbeet-Fehler: Schädlinge und Trockenheit

Schnecken, Blattläuse und Co. finden den Weg auch ins Hochbeet. Achten Sie also darauf, Ihre Pflanzen regelmäßig nach Schnecken und anderen Schädlingen abzusuchen.

Schnecke
Schnecken sind leider auch im Hochbeet zu finden.© Alexander-Raths - adobe.stock

Hochbeete trocknen schneller aus als normale Beete. Durch die besondere Schichtung im Hochbeet läuft das Wasser besser ab. Damit ist Staunässe zwar kein Problem mehr, aber dafür droht die Austrocknung der Pflanzen.

Achten Sie besonders an heißen Tagen unbedingt auf eine ausreichende Bewässerung.

Ein eigenes Hochbeet kann eine wahre Freude sein. Mit unseren Tipps können Sie bald schon jedes Jahr Ihren eigenen Salat und andere Gemüsesorten, Kräuter und mehr, im Garten oder auf dem Balkon anbauen.

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