Energie sparen

Außenwand-Dämmung

Dass es viel einfacher ist, ein Haus von innen statt von außen zu dämmen, liegt auf der Hand. Doch welche Methode, welches Material ist geeignet, und was kann man selber machen?

 
Wärmedämmung © PR
Wärmedämmung

Wer sein Haus heutigen Energiesparanforderungen anpassen will, kommt um eine effektive Außenwanddämmung nicht herum. Bei Putzfassaden geht das mit einem sogenannten Wärmedämmverbundsystem, mit dem das Haus von außen eingepackt wird und dann wieder verputzt wird. Bei Klinker-, Naturstein-, Stuck- und denkmalgeschützten Fassaden aber verbietet sich das von selbst. Hier bleibt, sofern eine Luftschicht im Mauerwerk vorhanden ist, eine Hohlraumdämmung. Oder die Dämmung von innen. Die Feuchtigkeit muss raus Eine Innendämmung ist selten so wirksam wie eine, die Außen auf die Haushülle montiert wird. Außerdem hat sie etwas Wohnraumverlust zur Folge – schließlich muss man mit einer Dämmschichtdicke zwischen etwa 6 und 10 cm rechnen – und man muss darauf achten, dass Taupunktverlagerung und Feuchtetransport funktionieren.

Durch eine Innendämmung wird der Taupunkt, eine Temperaturgrenze, an der Luftfeuchtigkeit kondensiert und sich als Wassertropfen niederschlägt, weiter nach innen in die Wand verlagert. Hier ist es sehr wichtig, dass diese Feuchtigkeit in den Raum abgegeben werden kann und natürlich, dass anders herum auch die Wand Feuchtigkeit aus dem Raum aufnimmt. Dämmtapeten sind tabu Die einfachste, aber ungeeignetste Methode, die Wand zu dämmen, sind sogenannte Hartschaum- oder Dämmtapeten. Häufig zusätzlich noch mit einer Alufolie kaschiert, lassen sie garantiert keine Feuchtigkeit mehr durch. Hier kann man auf Feuchtigkeit und Schimmel hinter der Tapete fast schon warten. Auch die Dämmwirkung einer nur millimeterstarken Schaumstoffschicht ist doch eher begrenzt. Seit kurzem auf dem Markt ist ein „Thermovlies“, das zwar auch nicht wirklich dämmt, aber die Heizenergie nicht so schnell in der kalten Wand verschwinden lässt. Es ist atmungsaktiv, so dass Feuchtigkeit hindurch diffundieren kann.

Eine echte Innendämmung besteht heute oft aus Mineralfaser, die üblicherweise zwischen einem Ständerwerk klemmt, mit einer Dampfsperrfolie geschützt und mit Gipsbauplatten verkleidet wird. Dieser Aufbau wird durch die anpassbare Dämmschichtdicke zwar mit einer besseren Wirkung als zum Beispiel bei Kalziumsilikatplatten belohnt, aber das Problem des Feuchteausgleichs zwischen Raumluft und Wand ist nur eingeschränkt gelöst. Besser sind hier die erwähnten Kalziumsilikatplatten. Dreck und Zeit lohnen sich Wer den Aufwand nicht scheut, ist mit speziellen Hartschaumplatten am besten bedient. Sie werden mit passendem Kleber oder Ansetzmörtel an die Außenwand geklebt und dann mit einem Putz, der zum Dämmsystem gehört, beschichtet. Andere Hersteller bieten Verbundplatten an, die gleich mit Gipsbauplatten kaschiert sind, die dann nur noch an den Stößen verspachtelt werden müssen.

Für die Fensterausschnitte sollten unbedingt spezielle Laibungsplatten zum System gehören. Dämmkeile für den Übergang zu den angrenzenden, ungedämmten Flächen sind auch Pflicht, sonst gibt es hier früher oder später ein Feuchtigkeitsproblem. Alle Systeme für professionelle Innendämmungen kann man gut selbst verarbeiten. Mit ihnen gehen Sie sicher, dass Feuchteschäden und Schimmel keine Chance haben.

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