Rasenpflege

Fünf Mähroboter im Test

Regelmäßiges Rasenmähen ist für eine gesunde, sattgrüne Grasfläche unabdingbar. Wer jedoch keine Lust oder Zeit dazu hat, sollte über die Anschaffung eines Mähroboters nachdenken. Wir haben fünf Mähroboter für Sie getestet.

Mähroboter im Test
Wir haben fünf Mähroboter für Sie getestet.© dmf87 - stock.adobe.com

Wer möchte schon ständig mit dem Mäher unterwegs sein und seinen Rasen mühsam in Schuss halten? Mit Rasen-Robotern ist Urlaub im Garten angesagt: Entspannt kann man den emsigen Helfern von der Terrasse aus bei ihrem unermüdlichen Einsatz zusehen. Diesmal haben wir in unserem Mähroboter-Test fünf Geräte für Sie auf einen reibungslosen Einsatz getestet.

Seit Husqvarna 1998 den ersten Rasenroboter vorstellte, ist in den vergangenen Jahren viel passiert. Die Geräte sind im Betrieb und in der Installation viel praxistauglicher geworden. Allerdings haben sie auch ihren Preis: Die Geräte in unserem Testfeld kosten zwischen 630 und 1.900 Euro. Damit sich diese Investition lohnt, müssen die Mäher schon einen guten Job erledigen.

Übrigens: In unserem Artikel So funktioniert ein Rasenmähroboter erfahren Sie mehr über die generelle Funktionsweise von Mährobotern.

Genau das haben wir in unserem Testfeld geprüft. Auf einer großen Fläche liefen die Mähroboter parallel nebeneinander und mussten ihr Können unter Beweis stellen.

Mähroboter im Test: Das ist uns aufgefallen

Eines vorweg: Alle arbeiteten recht ordentlich und die Wahl des richtigen Roboters hängt mehr davon ab, wie groß der Garten ist und ob einem beispielsweise eine umfangreiche App mit vielen Zusatzfunktionen wichtig ist.

Die wichtigste Erkenntnis unseres Mähroboter-Tests: Die Geräte lassen sich alle gut bedienen und liefern ein gutes Mähergebnis. Dabei bilden qualitätsvolle Hard- und Software eine Einheit. Gute Apps runden das Testergebnis ab. Es gab keine Totalausfälle, die es noch vor ein paar Jahren gab. Trotzdem gibt es Unterschiede.

Mähroboter im Test: Worauf ist beim Kauf zu achten?

Beim Kauf des Mähroboters sollten Sie neben den Ergebnissen zu den einzelnen Modellen in unserem Test folgende Details beachten: Die Wahl des richtigen Geräts richtet sich vor allem nach der tatsächlichen Rasenfläche – ein größer dimensionierter Mäher verringert die Betriebszeiten auf dem Rasen erheblich und schont letztendlich Ihren Geldbeutel durch weniger Reparaturen und eine längere Lebensdauer.

Tipp: Wenn Sie vor der Entscheidung zwischen zwei Mähern stehen, sollten Sie immer den mit der höheren Flächenleistung wählen. Denn nur so vermeiden Sie schlecht gemähte Stellen.

Woher weiß der Mähroboter, bis wohin er mähen darf?

Ein Begrenzungsdraht an der Außenseite des Rasens wird anfangs mit Kunststoffnägeln befestigt. So kann der Abstand zu Platten oder Blumenbeeten noch justiert werden, damit nicht zu viel Rasen an der Kante übrig bleibt. Dann wird der Draht langsam in die Grasnarbe einwachsen oder besser, weil vertikutiersicher, flach in den Boden eingegraben.

Diese Begrenzungsschleife kann auch mehrere Rasenteile miteinander verbinden. Einstiegspunkte und ein mittig verlegter Suchdraht vereinfachen die Heimführung zur Ladestation. Je nach Größe des Rasens kann die Installation leicht ein bis zwei Tage dauern. Zum Anschluss an das Stromnetz ist eine Außensteckdose* erforderlich. Die Ladestation sollte man dabei im Schatten positionieren, damit der Akku nicht durch sommerliche Hitze an Leistung verliert.

Mähroboter für den Garten: Auf die Programmierung kommt es an

Wichtig für den reibungslosen Einsatz ist die richtige Programmierung. Wir halten den Kauf beim Fachhändler vor Ort für sinnvoll: Das herstellerseitig geschulte Personal übernimmt dabei gern den schwierigen Punkt der Programmierung der Mähintervalle am Gerät und steht auch beim Thema Verlegen der Begrenzungsdrähte mit Ratschlag oder Muskelkraft zur Seite. Bald fährt dann der Mäher scheinbar willkürlich im Zickzackkurs über die Rasenfläche. Nach Tagen schon hat er jedoch jede Stelle erwischt und bietet ab dann ein perfektes Rasenbild.

Testergebnisse der fünf Rasenmäh-Roboter im Vergleich

1. Husqvarna Automower 310*

Keine Störungen während des Testbetriebs, sehr gute Arbeitsergebnisse und sehr leiser Mähbetrieb. Ein Mäher für große Flächen und die hohe Qualität in der Hard- und Software zeugen vom Profihintergrund: Husqvarna-Mäher sind auf Sportanlagen und in Parks unterwegs. Mäht im Regen, Gras bleibt immer kurz, er rutscht dabei aber manchmal ab oder dreht durch.

Mähroboter - Husqvana
© Gerald Freyer
  • Preis: ca. 1.900 Euro
  • Positiv: einfache Schnitthöhen-Verstellung, gute Menüführung, vermeidet Fahrspuren durch versetztes Fahren zum Suchkabel, Messer werden im Stillstand eingezogen
  • Negativ: Kein Regensensor, nicht so wendig wie manche Konkurrenten, Kurzanleitung für Laien eher ungeeignet, ausführliche Anleitung nur digital
  • Gesamturteil: Gut

2. solo by AL-KO Robolinho 700 E*

Gute Qualität von Hard- und Software, jedoch kam der Mäher im Betrieb mit Regenwetter nicht immer gut zurecht. Ein paar Tropfen schickten ihn in die Pause. Regensensor wurde deaktiviert. Insgesamt ein gutes Produkt aus Österreich, etwas leiser als die Kontrahenten. Das Menü ist manchmal etwas zu unübersichtlich. Lässt sich in das Innogy-Smarthome einbinden.

Mähroboter - solo by AL-KO
© Gerald Freyer
  • Preis: ca. 1.300 Euro
  • Positiv: sehr leises Gerät, günstiger Preis, Einbindung in Smarthome-Technologie funktioniert gut und einfach
  • Negativ: Geräte-Menüführung etwas unübersichtlich, Regensensor war im Test etwas übersensibel
  • Gesamturteil: Gut

3. Bosch Indego S+ 350*

Der kleine Mähroboter von Bosch bietet viel fürs Geld, ist aber mit nur 350 m2 eher für den Reihenhausgarten gedacht. Der relativ kleine Akku verkürzt die Mäheinsätze auf etwa 30 Minuten – danach geht es an die Ladestation. Ein nettes Feature ist der wahlweise Start mit Rand- oder Flächenmähen. Gut: 100 Meter Kabel und ausreichend Haken (140) sind mit dabei.

Mähroboter - Bosch Indego
© Gerald Freyer
  • Preis: 825 Euro
  • Positiv: kompakt und wendig, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Installation erstaunlich schnell und problemlos, einziger Mäher im Testfeld mit intelligentem Mähen in Bahnen
  • Negativ: etwas unübersichtliche Menüführung, geringe Akku- und Flächenleistung
  • Gesamturteil: Gut

4. Gardena Sileno Minimo 300*

Der Gardena Sileno Minimo 300 ist das günstigste Gerät in unserem Testfeld. Was aber der Leistung definitiv nicht anmerkbar ist. Er eignet sich allerdings eher für kleine Gärten mit maximal 300 m2. Das Gerät arbeitet solide und kommt bis zu 65 Minuten ohne erneutes Laden aus. Grundsätzlich kommt der Mähroboter zwar auch mit Steigungen von bis zu 25 Prozent zurecht, dann verkürzt sich die Laufzeit jedoch etwas. Ein Pluspunkt des Sileno Minimo 300 besteht darin, dass sich das Gerät mühelos in das weitere Smart-Gardening-System von Gardena integrieren lässt.

Mähroboter - Gardena Sileno Minimo 300
© Gardena
  • Preis: 630 Euro
  • Positiv: einfache Installation, mäht relativ zuverlässig, Einbindung in Gardena Smart-Gardening-System möglich
  • Negativ: Kein Display, dadurch umständliche Programmierung direkt am Gerät, vereinfachte Programmierung nur über Smart-Gardening-Einbindung möglich, gute Ausstattung & Qualität
  • Gesamturteil: Gut

Was Smart-Gardening-Systeme, abgesehen vom automatischen Rasenmähen noch übernehmen können und wie Sie ihren Garten zu einem Smart Garden machen, erfahren Sie hier.

5. Worx Landroid PLUS WR147E.1*

Viel Technik und eine gute Mähleistung machen den Landroid zu einer echten Empfehlung. Der Mäher erkennt Bodenunebenheiten werden automatisch erkannt und durch Anheben die Messer der Schnitthöhe der restlichen Fläche angeglichen. Die Software ist sehr gut. Der Standardakku kann einfach gewechselt, im Winter eingelagert oder für andere Worx-Geräte genutzt werden.

Mähroboter - Worx - Landroid
© Gerald Freyer
  • Preis: 999 Euro
  • Positiv: Wechselakku, alle 20-V-Worx-Akkus sind kompatibel, viele Nachrüstmodule (Kamerasystem, GPS, Sprachsteuerung), gute Mähergebnisse in Randbereichen dank asymmetrischer Positionierung des Mähwerks, Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt
  • Negativ: Programmierung direkt am Gerät ist etwas kompliziert, weshalb die Automatisierung eigentlich nur über die App reibungslos klappt.
  • Gesamturteil: Gut

Alles rund um die richtige Rasenpflege lesen Sie in unserem Artikel Mähen, düngen, vertikutieren - so pflegen Sie den Rasen richtig.

Rasenmähen gehört einfach zur Gartenarbeit dazu. Jedenfalls dann, wenn man nicht alles mit Steinplatten oder Holzdielen ausgelegt hat. Statt jedoch regelmäßig mit dem Rasenmäher die Grünfläche abzuschreiten, können Sie die Arbeit ganz bequem Ihrem Rasenmähroboter überlassen. Abgesehen davon, dass Sie so nur noch minimale Arbeit mit dem Rasen haben, ist es auch amüsant den kleinen Helferlein bei seiner Fahrt über den Rasen zuzusehen.

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