Tipps für Pflege und Standort

Drei Pflegetipps für den Weihnachtsstern – so blüht er ganz lange

In der grauen Winterzeit bringen Winterblüher wie der Weihnachtsstern etwas Farbe in die Wohnungen. Doch die Pflanze stellt hohe Anforerungen an ihre Besitzer - deswegen verraten wir Ihnen, worauf Sie achten müssen, um sich möglichst lange an der Pflanze zu erfreuen.

 
Weihnachtsstern © leekris - stock.adobe.com
Weihnachtssterne im Advent

Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) ist neben der Amaryllis eine der beliebtesten Pflanzen in der Adventszeit und auch als Christstern oder Poinsettie bekannt. An den Triebspitzen erscheinen rot-leuchtende Blätter, die rosettenförmig angeordnet sind. Es gibt auch Zuchtsorten mit helleren Rosatönen sowie gelblich-orangen Hochblättern.

Tipp: Hellere Farbtöne gibt es vorrangig zu Beginn der Poinsettien-Saison. Blumenhändler verkaufen sie in dieser Zeit auch gerne als "Herbststerne". Die Pflege bleibt aber immer gleich.
 

Was ist wichtig?

1. Achtsamer Kauf von Weihnachtssternen:

Vor dem Kauf lohnt es sich, die Erde der Pflanze zu prüfen: Ist sie ausgetrocknet oder völlig durchnässt? Wie sieht es mit Grauschimmel und Schädlingen aus? Die Blätter sollten frei von Verfärbungen sein.

Wenn Sie sich wünschen, dass die Pflanze möglichst lange blüht, achten Sie beim Kauf der Pflanze auch auf die kleinen Blüten innerhalb der bunten Hochblätter. Die Blüten sind dabei eher unscheinbare, kleine und grüne Knospen. Sind sie beim Kauf geschlossen, kann man sich auf eine schöne Blütenpracht freuen.

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Außerdem sind Weihnachtssterne sehr kälteempfindlich – kaufen Sie also keine Pflanzen, die im Eingangsbereich oder auf Außenflächen der Supermärkte stehen, wo sie der Kälte ausgesetzt sind.

Auch nach dem Kauf sollte man den Weihnachtsstern am besten in Papier eingewickelt sofort nach Hause bringen und auch nicht im kalten Auto stehen lassen. Nach einem solchen Kälteschock werfen die Poinsettien innerhalb weniger Tage alle Blätter ab.

 

2. Wahl des richtigen Standortes:

Ist erst der Weg vom Supermarkt nach Hause geschafft, so ist die Wahl des richtigen Standortes entscheidend. Bei der Pflege des Weihnachtssterns ist es wichtig, auch in der Wohnung kalte Zugluft zu vermeiden.

Dadurch, dass die Poinsettie aus Lateinamerika stammt, bevorzugt sie sonnige und warme Standorte. Bei Temperaturen von 18 bis 20 Grad Celsius halten die Blüten deutlich länger als in sehr warmen Räumen. Stellen Sie deswegen den Weihnachtsstern nicht über eine aufgedrehte Heizung.

 

3. Beim Gießen des Weihnachtssterns Staunässe vermeiden:

Anders als bei „herkömmlichen“ Zimmerpflanzen ist es beim Christstern wichtig, eher zu wenig als zu viel zu gießen.Hängende Blätter aufgrund von Trockenheit erholen sich schnell wieder, wenn der Weihnachtsstern Wassernachschub bekommt – wohingegen die gelben Verfärbungen aufgrund von nassen Wurzeln nicht so leicht wieder verschwinden.

Gießen Sie deswegen einmal wöchentlich in den Übertopf oder Unterteller, damit die Erde das benötigte Wasser selbst aufsaugen kann. Nach etwa fünfzehn Minuten schütten Sie das überstehende Wasser weg.

Falls Ihnen bei Ihrer Pflanze helle Flecken an den Blättern oder braun verfärbte Ränder auffallen, so ist das ein Zeichen für Nährstoffmangel. Dieser ist aber mit flüssigem Düngemittel schnell behoben. Düngen ist einmal monatlich völlig ausreichend.
 

Noch ein Tipp: Nur grüne Blätter? So färben Sie den Weihnachtsstern wieder rot:

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Ist die rote Farbe der Blätter verloren gegangen, können Sie das mit etwas Zeit und Geduld wieder ändern. Der Weihnachtsstern ist nämlich eine Kurztagpflanze. Das bedeutet, dass er nur bei weniger als zwölf Stunden Tageslänge neue Hochblätter und Blütenknospen ausbildet. Dauert die Lichteinstrahlung im Zimmer zum Beispiel durch künstliche Beleuchtung länger an, bleiben die Blätter grün.

Die einfachste Möglichkeit ist nun, den Weihnachtsstern nach zwölf Stunden Lichteinfall abzudecken, beispielsweise mit einem Karton oder Eimer.
Durch die anhaltende Dunkelheit wird in den grünen Blättern eine Reaktion ausgelöst – die Hochblätter färben sich nach etwa sechs Wochen wieder rot
 

Giftig oder nicht giftig?

Weihnachtssterne gehören zu den Wolfsmilchgewächsen (Euphorbiaceae), die oft einen weißen oder farbigen Milchsaft enthalten. Der Milchsaft der Poinsettie enthält hautreizende Bestandteile, der bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen (Ausschläge) hervorrufen kann.

Sind die Folgen bei Menschen somit eher unbedenklich, so gilt besondere Vorsicht bei Haustieren: Verzehren kleine Haustiere wie Katzen, Kaninchen, Hamster oder Vögel die Blätter, kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. Das Spektrum reicht dabei von starken Verdauungsproblemen über Lähmungen und Herzrhythmusstörungen bis hin zum Tod.

 
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