Werkzeug

7 Akku-Bohrschrauber im Test 2024 – Das ist unser Fazit!

In der Werkstatt sind die Allrounder unverzichtbar und genau deshalb, sollte man sich vor einem Kauf gut informieren. Wir haben sieben unterschiedliche Akku-Bohrschrauber der 18V/20V-Klasse für Sie getestet und verglichen.

Akku Bohrschrauber im Test
© Oliver Maute

Wenn Sie ein Gerät in der Werkstatt haben müssen, dann ist es der Akku-Bohrschrauber. Der Tausendsassa hat viele Talente: Er bohrt in Weich- und Hartholz ebenso wie in Stahl, dreht die unterschiedlichsten Schrauben ins Material und ist überdies mobil und leistungsstark.

Wir erklären Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten sollten und zeigen Ihnen verschiedene Modelle im Test

Alles Wichtige zu unserem Akku-Bohrschrauber-Test im Überblick 

Verschiedene Akku-Bohrschrauber im Test

Während unseres Tests haben wir sieben verschiedenen Akku-Bohrschrauber näher betrachtet.  

7 Akku-Bohrschrauber im Test
Akku-Bohrschrauber Test – Einhell
© Anneke Fuchs / Oliver Maute

Schritt 1/7: Einhell TE-CD 18/40 Li BL

Ausstattung und Technik (10 %): 

  • Gewicht ohne/mit Akku: 1,1 Kilogramm / k.A. (3 Ah) 
  • Leerlaufdrehzahl (U min-1) 1./2. Gang, Herstellerangabe: 350 / 1.450
  • Leerlaufdrehzahl (U min-1) 1./2. Gang, Messung: 352 / 1.462
  • Drehmoment hart / weich (Nm): 40 / k.A.  
  • Drehmoment max. (Nm): 40 
  • Drehmomentstufen: 20 + 1
  • Bohrfutter: 10 Millimeter 
  • LED Arbeitslicht: Ja 
  • Brushless ja/nein: Ja 
  • Akkuanzeige: Ja, am Akku 

Handhabung und Ergonomie (20 %): 

  • Haptik, Verarbeitung, Gewichtsverteilung: Verarbeitung minimale Schwächen; gut ausbalanciert; Gummierung etwas glatt
  • Griffe, Schalter, Akkuwechsel, Bedienung: schlanker Griff; Schalter mit gutem Druckpunkt und feinfühlig zu bedienen
  • Bohrfutter: muss fest angezogen werden, Bohrer rutscht teils durch 
  • Besonderheiten/Sonstiges: deutliche Erwärmung nach Bohrtest 

Praxistest (60 %):

  • Schraubtest 4 x 40 mm, höchstes Drehmoment: Zieht sauber durch, Schraubenkopf wird tief versenkt 
  • Schraubtest 5 x 80 mm, höchstes Drehmoment: Schraubenkopf wird tief versenkt
  • Schraubtest 8 x 100 mm (Test Leistungsgrenze): dreimal fast ganz versenkt
  • Bohren 8 mm, Weichholz, 5 cm tief: 1 - 3 Sekunden (Bohrer rutscht manchmal durch im Bohrfutter)  
  • Bohren 8 mm, Hartholz, 6 cm tief: 4 - 6 Sekunden, zieht sauber durch 
  • Bohren 5 mm, Stahl, 3,5 mm (2. Gang Vollgas): 11 - 15 Sekunden 
  • Besonderheiten: Bohrer rutscht manchmal durch, obwohl sehr fest angezogen 

Fazit: Starke Bohr- und Schraubleistungen. Der Schrauber hat eine gefällige, kompakte Form. Softgrip-Flächen nicht ganz optimal. Das Bohrfutter ist nicht ganz angenehm festzuziehen und runde Bohrer rutschen manchmal durch.

Akku-Bohrschrauber Test – Scheppach
© Anneke Fuchs / Oliver Maute

Schritt 2/7: Scheppach CDD45-20ProS

Ausstattung und Technik (10 %): 

  • Gewicht ohne/mit Akku: 1,3 Kilogramm / k.A. 
  • Leerlaufdrehzahl (U min-1) 1./2. Gang, Herstellerangabe: 450 / 1.600
  • Leerlaufdrehzahl (U min-1) 1./2. Gang, Messung: 404 / 1.473
  • Drehmoment hart / weich (Nm): k.A.
  • Drehmoment max. (Nm): 45
  • Drehmomentstufen: 19 + 1
  • Bohrfutter: 13 Millimeter 
  • LED Arbeitslicht: Ja 
  • Brushless ja/nein: Nein 
  • Akkuanzeige: Ja, am Akku 

Handhabung und Ergonomie (20 %): 

  • Haptik, Verarbeitung, Gewichtsverteilung: Verarbeitung ohne Mankos, schöne Oberflächen; gut ausbalanciert; Gummierung griffig
  • Griffe, Schalter, Akkuwechsel, Bedienung: Gummierung gibt guten Halt. Gangumschalter hart zu verschieben; Maschine ist recht lang
  • Bohrfutter: Vollmetall, kein guter Grip; Bohrer rutschen manchmal leicht durch   
  • Besonderheiten/Sonstiges: sehr deutliche Erwärmung (Abluft) nach Bohrtest 

Praxistest (60 %):

  • Schraubtest 4 x 40 mm, höchstes Drehmoment: Zieht sauber durch, Schraubenkopf wird tief versenkt 
  • Schraubtest 5 x 80 mm, höchstes Drehmoment: Schraubenkopf wird fast bündig versenkt
  • Schraubtest 8 x 100 mm (Test Leistungsgrenze): 5,5 - 6,5 Zentimeter versenkt 
  • Bohren 8 mm, Weichholz, 5 cm tief: 2 - 3 Sekunden(Bohrer rutscht manchmal ganz leicht durch im Bohrfutter) 
  • Bohren 8 mm, Hartholz, 6 cm tief: 4 - 5 Sekunden, Bohrer bleibt ab und zu leicht stecken, tut sich etwas schwer in Hartholz  
  • Bohren 5 mm, Stahl, 3,5 mm (2. Gang Vollgas): 15 - 19 Sekunden, Bohrer bleibt stecken 
  • Besonderheiten: Drehmomenteinstellung: Ziffern nur in 5er-Abständen 

Fazit: Der Scheppach-Schrauber kann beim Schrauben punkten, beim Bohren ist die Leistung nicht herausragend. Leider rutscht der Bohrer im Bohrfutter manchmal durch. Verarbeitung und Ergonomie sind gut.

Akku-Bohrschrauber Test – Bosch
© Anneke Fuchs / Oliver Maute

Schritt 3/7: Bosch EasyDrill 18V-40

Ausstattung und Technik (10 %): 

  • Gewicht ohne/mit Akku: k.A. / 1,3 Kilogramm (2,5Ah)
  • Leerlaufdrehzahl (U min-1) 1./2. Gang, Herstellerangabe: 430 / 1.630
  • Leerlaufdrehzahl (U min-1) 1./2. Gang, Messung: 350 / 1.327
  • Drehmoment hart / weich (Nm): 23 / 32 
  • Drehmoment max. (Nm): 40
  • Drehmomentstufen: 20 + 1
  • Bohrfutter: 13 Millimeter 
  • LED Arbeitslicht: Ja 
  • Brushless ja/nein: Nein 
  • Akkuanzeige: Nein 

Handhabung und Ergonomie (20 %): 

  • Haptik, Verarbeitung, Gewichtsverteilung: Gute Verarbeitung; hochwertige Oberflächen; mit 2-Ah-Akku genau mittig ausbalanciert
  • Griffe, Schalter, Akkuwechsel, Bedienung: Schalter guter Druckpunkt; feinfühlig Dosierung; Knopf für Recht- Links-Lauf fast zu leichtgängig
  • Bohrfutter: schönes Feedback beim Festziehen (Stufen); Bohrer halten sehr gut 
  • Besonderheiten/Sonstiges: /

Praxistest (60 %):

  • Schraubtest 4 x 40 mm, höchstes Drehmoment: Zieht sauber durch, Kopf mit letzter Kraft versenkt 
  • Schraubtest 5 x 80 mm, höchstes Drehmoment: 4 - 5,5 Zentimeter versenkt 
  • Schraubtest 8 x 100 mm (Test Leistungsgrenze): 1,5 - 2 Zentimeter versenkt 
  • Bohren 8 mm, Weichholz, 5 cm tief: > zwei Sekunden 
  • Bohren 8 mm, Hartholz, 6 cm tief: 5 - 6 Sekunden, zieht sauber durch 
  • Bohren 5 mm, Stahl, 3,5 mm (2. Gang Vollgas): 13 - 16 Sekunden
  • Besonderheiten: /

Fazit: Schöner, qualitativ hochwertiger Akkuschrauber, der sich perfekt bedienen lässt. Kann allerdings in keinem Punkt so richtig auftrumpfen und in puncto Kraft gibt es etliche Akkuschrauber, denen er sich geschlagen geben muss.

Akku-Bohrschrauber Test – Metabo
© Anneke Fuchs / Oliver Maute

Schritt 4/7: Metabo BS 18 LT BL

Ausstattung und Technik (10 %): 

  • Gewicht ohne/mit Akku: k.A. / 1,7 Kilogramm 
  • Leerlaufdrehzahl (U min-1) 1./2. Gang, Herstellerangabe: 600 / 2.100
  • Leerlaufdrehzahl (U min-1) 1./2. Gang, Messung: 557 / 1.890
  • Drehmoment hart / weich (Nm): 75 / 34 
  • Drehmoment max. (Nm): k.A. 
  • Drehmomentstufen: 23 + 1
  • Bohrfutter: 13 Millimeter 
  • LED Arbeitslicht: Ja 
  • Brushless ja/nein: Ja 
  • Akkuanzeige: Ja, am Akku 

Handhabung und Ergonomie (20 %): 

  • Haptik, Verarbeitung, Gewichtsverteilung: Verarbeitung tadellos, hochwertigen Oberflächen. Softgrip am ganzen Griff; gut ausbalanciert
  • Griffe, Schalter, Akkuwechsel, Bedienung: startet erst mit leichter Verzögerung; Akkuwechsel nur mit zwei Händen möglich
  • Bohrfutter: Vollmetall, kein optimaler Grip; Bohrer halten fest 
  • Besonderheiten/Sonstiges: separater Drehring zum Wechsel Bohr-/Schraubmodus 

Praxistest (60 %):

  • Schraubtest 4 x 40 mm, höchstes Drehmoment: Zieht sauber durch, Schraubenkopf wird tief versenkt 
  • Schraubtest 5 x 80 mm, höchstes Drehmoment: Schraubenkopf wird tief versenkt
  • Schraubtest 8 x 100 mm (Test Leistungsgrenze): zweimal fast bündig versenkt, einmal nur 4 Zentimeter tief 
  • Bohren 8 mm, Weichholz, 5 cm tief: > 2 Sekunden 
  • Bohren 8 mm, Hartholz, 6 cm tief: 2 - 4 Sekunden, zieht sauber durch 
  • Bohren 5 mm, Stahl, 3,5 mm (2. Gang Vollgas): 12 Sekunden 
  • Besonderheiten: Gefühl beim Bohren am besten, Maschine verreißt kaum 

Fazit: Sehr gute Bohr- und Schraubergebnisse, schnell und ohne Ächzen schafft er alle Tests. Verarbeitung ist top. Im direkten Vergleich zu teuer – Schrauber für die Hälfte des Preises sind leitungsmäßig genauso gut.

Akku-Bohrschrauber Test – Worx
© Anneke Fuchs / Oliver Maute

Schritt 5/7: Worx WX101

Ausstattung und Technik (10 %): 

  • Gewicht ohne/mit Akku: 0,9 Kilogramm / 1,3 Kilogramm
  • Leerlaufdrehzahl (U min-1) 1./2. Gang, Herstellerangabe: 400 / 1.450
  • Leerlaufdrehzahl (U min-1) 1./2. Gang, Messung: 348 / 1.325
  • Drehmoment hart / weich (Nm): k.A.  
  • Drehmoment max. (Nm): 30
  • Drehmomentstufen: 15 + 1
  • Bohrfutter: 10 Millimeter 
  • LED Arbeitslicht: Ja 
  • Brushless ja/nein: Nein 
  • Akkuanzeige: Ja, am Akku 

Handhabung und Ergonomie (20 %): 

  • Haptik, Verarbeitung, Gewichtsverteilung: Verarbeitung minimale Schwächen; Drehmomentskala gut ablesbar; Gummierung etwas glatt
  • Griffe, Schalter, Akkuwechsel, Bedienung: schlanker Griff; Schalter mit gutem Druckpunkt und feinfühlig zu bedienen
  • Bohrfutter: sehr gut anzuziehen, Bohrer halten sehr gut 
  • Besonderheiten/Sonstiges: schön schlankes Gehäuse; insgesamt niedriger Aufbau

Praxistest (60 %):

  • Schraubtest 4 x 40 mm, höchstes Drehmoment: Zieht sauber durch, Schraubenkopf wird tief versenkt 
  • Schraubtest 5 x 80 mm, höchstes Drehmoment: Schraubenkopf wird tief versenkt
  • Schraubtest 8 x 100 mm (Test Leistungsgrenze): dreimal fast ganz versenkt
  • Bohren 8 mm, Weichholz, 5 cm tief: > 2 Sekunden  
  • Bohren 8 mm, Hartholz, 6 cm tief: 3 - 6 Sekunden, zieht sauber durch 
  • Bohren 5 mm, Stahl, 3,5 mm (2. Gang Vollgas): 12 - 15 Sekunden 
  • Besonderheiten: sehr gute Leistung, deutlich stärker als Nm vermuten lassen

Fazit: In unserem Test belegt der Worx-Schrauber den ersten Platz. Er meistert alle Heimwerkeraufgaben sehr gut und ist leichter als die meisten. Der Worx ist trotzdem überraschend stark und gleichzeitig schön kompakt.

Akku-Bohrschrauber Test – Ryobi
© Anneke Fuchs / Oliver Maute

Schritt 6/7: Ryobi R18DD3

Ausstattung und Technik (10 %): 

  • Gewicht ohne/mit Akku: 1,3 Kilogramm / 1,7 Kilogramm 
  • Leerlaufdrehzahl (U min-1) 1./2. Gang, Herstellerangabe: 500 / 1.800
  • Leerlaufdrehzahl (U min-1) 1./2. Gang, Messung: 465 / 1.715
  • Drehmoment hart / weich (Nm): k.A.
  • Drehmoment max. (Nm): 50 
  • Drehmomentstufen: 23 + 1
  • Bohrfutter: 13 Millimeter 
  • LED Arbeitslicht: Ja 
  • Brushless ja/nein: Nein 
  • Akkuanzeige: Ja, am Akku 

Handhabung und Ergonomie (20 %): 

  • Haptik, Verarbeitung, Gewichtsverteilung: Verarbeitung okay, aber nicht besonders hochwertig; großflächige, griffige Gummierung
  • Griffe, Schalter, Akkuwechsel, Bedienung: Druckpunkt Schalter ist recht weit hinten; Drehzahlregulierung feinfühlig möglich
  • Bohrfutter: lässt sich gut anziehen; Plastikverkleidung dünn und klappert    
  • Besonderheiten/Sonstiges: / 

Praxistest (60 %):

  • Schraubtest 4 x 40 mm, höchstes Drehmoment: Zieht sauber durch, Schraubenkopf wird tief versenkt 
  • Schraubtest 5 x 80 mm, höchstes Drehmoment: Schraubenkopf wird fast bündig versenkt
  • Schraubtest 8 x 100 mm (Test Leistungsgrenze): wird 8,5 - 9,5 Zentimeter versenkt 
  • Bohren 8 mm, Weichholz, 5 cm tief: > 2 Sekunden 
  • Bohren 8 mm, Hartholz, 6 cm tief: 2 - 4 Sekunden
  • Bohren 5 mm, Stahl, 3,5 mm (2. Gang Vollgas): 13 - 18 Sekunden 
  • Besonderheiten: Bithalter unten am Standfuß integriert, schnellste Metallbohrung 

Fazit: Schraubleistung ist gut bis sehr gut, beim Bohren schneidet der Ryobi sehr gut ab. Alle Bohrungen werden ruhig und sauber durchgezogen. Bester Griff von allen Test-Bohrschraubern. Relativ wuchtige Bauform.

Akku-Bohrschrauber Test – Parkside
© Anneke Fuchs / Oliver Maute

Schritt 7/7: Parkside PABS 20-Li E6

Ausstattung und Technik (10 %): 

  • Gewicht ohne/mit Akku: 1,3 Kilogramm / 1,7 Kilogramm (2,5Ah)
  • Leerlaufdrehzahl (U min-1) 1./2. Gang, Herstellerangabe: 400 / 1.400
  • Leerlaufdrehzahl (U min-1) 1./2. Gang, Messung: 400 / 1.455
  • Drehmoment hart / weich (Nm): k.A.
  • Drehmoment max. (Nm): 45
  • Drehmomentstufen: 25 + 1
  • Bohrfutter: 13 Millimeter 
  • LED Arbeitslicht: Ja 
  • Brushless ja/nein: Nein 
  • Akkuanzeige: Ja, am Akku 

Handhabung und Ergonomie (20 %): 

  • Haptik, Verarbeitung, Gewichtsverteilung: Verarbeitung kleine Schwächen; schwer; Gut ausbalanciert; Gummierung auch an den Seiten
  • Griffe, Schalter, Akkuwechsel, Bedienung: Schalter guter Druckpunkt; feinfühlige Dosierung; Gangumschaltung etwas hakelig.
  • Bohrfutter: Vollmetall, kein optimaler Grip; Bohrer rutschen durch  
  • Besonderheiten/Sonstiges: gemessene Drehzahl stimmt genau mit der Angabe überein 

Praxistest (60 %):

  • Schraubtest 4 x 40 mm, höchstes Drehmoment: Zieht sauber durch, Schraubenkopf wird tief versenkt 
  • Schraubtest 5 x 80 mm, höchstes Drehmoment: Schraubenkopf wird fast bündig versenkt
  • Schraubtest 8 x 100 mm (Test Leistungsgrenze): 6 - 7 Zentimeter versenkt 
  • Bohren 8 mm, Weichholz, 5 cm tief: 1 - 3 Sekunden( Bohrer rutscht manchmal durch im Bohrfutter) 
  • Bohren 8 mm, Hartholz, 6 cm tief: 3 - 5 Sekunden, Maschine wackelt/ verreißt relativ stark, Bohrer eiert minimal im Futter 
  • Bohren 5 mm, Stahl, 3,5 mm (2. Gang Vollgas): 20 - 25 Sekunden (Bohrer rutscht manchmal durch, kurze Unterbrechungen) 
  • Besonderheiten: Futter hält den Bohrer nicht ganz fest 

Fazit: Gute Schraubergebnisse, beim Bohren nur im unteren Durchschnitt. Insgesamt etwas schwer und unhandlich mit dem langen Maschinenkörper. Und außerdem gibt es hier auch die Bohrfutter-Problematik.

Worauf muss man beim Kauf eines Akku-Bohrschraubers achten?

Gerade im Segment des Heimwerkerbedarfs haben sich die sogenannten Akku-Bohrschrauber fest etabliert. In den vergangenen Jahren ist aber nicht nur die Breite der Produktpalette gewachsen. Auch im Hinblick auf die Verarbeitungsqualität oder Leistung der einzelnen Akkuschrauber hat sich viel verändert. Wer heute zu einem sehr günstigen Gerät greift, kommt mitunter schnell an dessen Grenzen. Aber: Woran erkennt man einen soliden und langlebigen Akkuschrauber? Gerade als Laie hat man hier nicht nur die Qual der Wahl. Es besteht die Gefahr, viel Geld an der falschen Stelle auszugeben.

Das könnte Sie auch interessieren
Bitsatz
Verschiedene Schraubköpfe
Das kleine Bit-ABC
Die kleinen Schraubköpfe sind in jeder Werkzeugkiste zu finden, doch oft sind sie namenlos oder haben nur einen Gattungsbegriff wie "Schlitz" oder "Kreuz". Wie sie wirklich heißen und was sie unterscheidet, wissen Sie in fünf Minuten.

Leistungsmerkmale

Beim Kauf eines Akkuschraubers fällt die Entscheidung oft einfach über den Preis. Gerade die Modelle im unteren Preissegment zeigen in Praxistests aber oft, dass die niedrigen Kosten zulasten der Vielseitigkeit und Leistung gehen. Was muss ein Akkuschrauber in der Praxis für Eigenschaften mitbringen? Schließlich ist nichts ärgerlicher als ein Schrauber, der genau dann versagt, wenn Power gefragt ist.

  • Der Akku: Hierbei handelt es sich um ein Herzstück. Dessen Kapazität und Eigenschaften sind entscheidend für die Arbeitsdauer und Ladezeit. Ein ab Werk beiliegender Zweit-Akku sorgt für störungsfreies Arbeiten, ist aber nicht bei jedem Modell Standard.
  • Das Bohrfutter: Das Bohrfutter hält das Werkzeug fest und sicher. Vor der Entwicklung des Schnellspannbohrfutters mussten die Werkzeuge immer wieder kompliziert gewechselt werden.
  • Das Akkuschrauber-Motorgetriebe: Unterschiedliche Materialien erfordern das Arbeiten mit verschiedenen Drehzahlen. Ein "schaltbares" Motorgetriebe ist hier von Vorteil.
  • Die Drehmomentstufen: Je genauer sich das Drehmoment regulieren lässt, desto genauer kann mit dem Akkuschrauber gearbeitet werden.
  • Der Schnellstopp: Jeder Heimwerker kennt das Überdrehen seines alten Akkuschraubers. Inzwischen haben Ingenieure die Stoppfunktion entwickelt, der auch die Verletzungsgefahr verringert und das Arbeiten noch angenehmer macht.

Im Folgenden werden die wichtigsten Merkmale eines Akkuschraubers noch einmal in Abhängigkeit zum Preissegment aufgezeigt:

Kategorie

unteres Preissegment

oberes Preissegment

Akkutyp

eher NiMH-Akku

oft Lithium-Ionen Akku

Anzahl Akkus (ab Werk)

1 Akku

oft 2 Akkus

Bohrfutter

Schnellspannbohrfutter

Schnellspannbohrfutter

Motorgetriebe

nicht schaltbar

oft 2 Gänge

Schnellstopp

 

ja

Arbeitslicht

selten

oft vorhanden

Hochpreisige Geräte unterscheiden sich vom unteren Preissegment beim Akkuschrauber oft deutlich. Ob man als Heimwerker alle Funktionen braucht, hängt in erster Linie vom angedachten Einsatzzweck ab.

Wenn es Ihnen die Schraubfunktion reicht, können Sie sich alternativ auch einen normalen Akkuschrauber kaufen

Weitere Werkzeug-Tests:

Kappsäge | Bandschleifer | Tischkreissägen | Akku-Kettensäge | Säbelsäge | Exzenterschleifer | Mini-Akkuschrauber | Bohrhammer | Elektrohobel | Schlagbohrschrauber | Oberfräsen

Bei Akku-Bohrschraubern ist das Preis-/Leistungsverhältnis wichtig

Jeder Handwerker arbeitet gern mit Equipment, dass in den Bereichen Leistung, Lebensdauer und Qualität auf den Spitzenplätzen liegt. Im Durchschnitt kosten solide verarbeitete Geräte zwischen 100 Euro bis 200 Euro. In dieser Preisspanne sind bekannte Marken aus dem Segment der Heimwerker-Tools anzutreffen, deren Geräte ausreichend Power mitbringen und die parallel auch qualitativ überzeugen.

Letzten Endes kommt beim Akkuschrauber-Kauf darauf an, was dem Heimwerker persönlich wichtig ist. Wer nur zwei oder drei Mal im Jahr einige Schrauben in ein Holzbrett einbringt oder den Akkuschrauber zum Aufbau von Möbeln braucht, kann auch mit einem sehr günstigen Modell zufrieden sein. Familienväter, die den ganzen Sommer rund um Garten und Haus heimwerken, brauchen einfach mehr Leistung in verschiedenen Bereichen. Hier wird das Preis- und Leistungsverhältnis so aussehen, dass das Plus an Qualität auch mehr kosten darf.

Akku-Bohrschrauber
Neben Preis und Leistung zählt in die Kaufentscheidung auch immer mit hinein, was man mit dem Gerät vorwiegend bewerkstelligen möchte und damit verbunden, welches Zusatzequipment enthalten oder zumindest nachkaufbar ist.© Osterland - stock.adobe.com

Der richtige Akku-Bohrschrauber für Heimwerker

Gerade in Sachen Leistung, Verarbeitung und Ausdauer zeigen einige Geräte schnell Schwächen. Ob allerdings jede Funktion letztlich wirklich gerechtfertigt und notwendig ist, steht auf einem anderen Blatt.

So haben wir die Akku-Bohrschrauber getestet 

Wir haben ein buntes Feld aus günstigen bis teuren Modellen der 18-V-Liga zusammengestellt und sie unserem Praxistest unterzogen. Die Multitalente mussten unterschiedliche Aufgaben aus dem DIY-Alltag meistern und mit Handling, Performance und Leistung überzeugen. Dabei haben wir uns Gedanken gemacht, welche unterschiedlichen Anforderungen jeder Heimwerker an einen Bohrschrauber hat. 

Bohren und Material

Für ein praxisnahes Testspektrum bohren wir mit jedem Gerät je zehn Mal mit acht Millimeter in Weichholz (Fichte) und in Hartholz (Eiche). Außerdem rücken wir fünf Mal einer 3,5 Millimeter starken Stahlplatte mit fünf Millimeter zu Leibe. Dabei untersuchen wir folgende Fragen: 

  • Wie gut sind Bohrgeschwindigkeit und Kontrollierbarkeit? 
  • Bleibt die Maschine stehen?
  • Rutscht der Bohrer im Futter?

Für jedes Gerät wurden je ein neuer Bohrer für Holz und für Metall verwendet. Auf den Fräsbohrer haben wir kurzentschlossen verzichtet – die Testergebnisse waren auch so aussagekräftig genug. 

Schraubleistung 

Drei Schraubengrößen waren vorgesehen, die wir ohne vorzubohren in Weichholz drehen wollten: 4 x 40 Millimeter, 5 x 80 Millimeter und 8 x 100 Millimeter; wobei die größten Schrauben wirklich eine echte Herausforderung sind.

4-mm-Schrauben erwiesen sich schnell als wenig relevant für unseren Testzyklus – sie stellten für kein Gerät ein Problem dar. Um Ausreißer zu vermeiden, musste jedes Gerät je Größe drei Schrauben eindrehen.

Drehzahlmessung 

Wir wollten wissen, wieweit die Herstellerangaben tatsächlich eingehalten werden. Bei der berührungslosen optischen Drehzahlmessung wird ein kleiner selbstklebender Reflektor am Bohrfutter angebracht und das Messgerät in einem Abstand von fünf bis 20 Zentimetern aufgestellt.

Handhabung 

Handhabung als Testkriterium? Gutes oder schlechtes Gerät, da gehört in der persönlichen Beurteilung mehr dazu. Erster Eindruck, Qualität und Handling, die Handhabung nach längerem Gebrauch fließen hier ein, ebenso wie zum Beispiel Griffergonomie, Akkuwechsel, Bohrfutterbedienung, Dosierbarkeit, Schalterplatzierung, Gummierung und vieles mehr.

Testziele 

  1. Praxisnähe: Was muss ein Akku Bohrschrauber im harten DIY-Alltag wirklich leisten? Wir stellen diese Anforderungen realitätsnah mit unserem Testprogramm nach.
  2. Entscheidungshilfe: Es gibt ihn nicht – den optimalen Bohrschrauber. Daher wollen wir Ihnen mit unserem Test nicht aufzeigen, welches Gerät Sie kaufen sollten, sondern helfen, Ihre individuelle Entscheidung bestmöglich zu treffen.
  3. Technische Daten versus Realität: Auch das zeigt sich im Test deutlich – Leistungsangaben spiegeln sich nicht unbedingt eins zu eins in der Wirklichkeit wider. Verarbeitung, Wirkungsgrad und dergleichen spielen eine ebenso große Rolle.

Ergebnisse der Akku-Bohrschrauber im Test 

Obwohl alle Geräte der 18V-Klasse angehören, war uns bei Testbeginn klar, dass die Ergebnisse große Unterschiede der einzelnen Geräte aufzeigen werden – zu verschieden waren die Kandidaten. Dennoch hat uns der eine oder andere Schrauber wirklich überrascht.

Baulänge 

Erstaunlich sind die Größenunterschiede der Bohrschrauber – wobei die Abmessungen nicht zwingend Rückschlüsse auf die Leistung zulassen. Interessant wird die Baulänge insbesondere beim Arbeiten unter beengten Platzverhältnissen, zum Beispiel beim Möbel aufbauen im Korpusinneren. Worx, Einhell und Bosch sind schön kurz und kompakt, auch der Metabo gehört noch
zu den kleineren Kandidaten, ist aber etwas wuchtiger als die ersten drei.

Bohrfutter 

Lux, Metabo, Scheppach und Parkside treten jeweils mit einem Bohrfutter komplett aus Metall in den Ring. Ausgerechnet bei diesen Geräten gestaltet sich das Festdrehen schwieriger. Der Bohrfutterring ist recht fein geriffelt, das gibt keinen guten Halt und man muss fest zupacken. Bei Ryobi wirkt das Bohrfutter insgesamt nicht besonders hochwertig und es klappert auch ein wenig.

Wie stark das Spannfutter beim Bohrtest jeweils angezogen wurde, haben wir nicht gemessen. Aber die Bohrfutter wurden stets vom gleichen Tester so fest wie möglich zugedreht - eine sicherlich praxisnahe Herangehensweise. Dabei zeigten sich hinsichtlich der Spannkraft signifikante Unterschiede: Bei Einhell, Scheppach, Parkside und Lux blieben die Bohrer teilweise im Material stehen, während die Maschine weiterlief. Ärgerlich – auch, weil die Bohrer dadurch schnell am Schaft abnutzen.

Drehmomentskala 

Klarheit bei der Vorwahl des Anzugsmoments ist im täglichen Praxiseinsatz ein echtes Plus. Scheppach, Bosch und Metabo zeigen auf der Skala des Einstellrings nur Ziffern in Fünfer-Schritten, dazwischen lediglich Striche oder Punkte. Ablesen, welche Stufe man gerade eingestellt hat, fällt nicht immer leicht. Das machen andere Geräte entschieden besser.

Schraubtest 

Überraschend war das Abschneiden des Bosch-Geräts beim Schraubtest. Schon bei der Disziplin „5 x 80 Millimeter“ tat er sich schwer. Da war es zu erwarten, dass er auch mit den 8 x 100 Millimeter Schrauben kämpfen würde. Fairerweise muss man betonen, dass er vom Hersteller nicht für derartige Arbeiten positioniert wird. 

Berücksichtigen Sie bei Ihrer persönlichen Kaufentscheidung das preisliche Gesamtpaket aus Maschine, Akku, Ladegerät und Zubehör!

Artikel aktualisiert am 27.02.2024

In diesem Text verwenden wir sogenannte Affiliate-Links. Produkte, die mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind, können Sie käuflich erwerben. Kommt der Kauf zustande, erhalten wir eine kleine Provision. Sie bezahlen deshalb jedoch nicht mehr für die Produkte als üblich. Mehr zum Thema Affiliate finden Sie hier.

Die neue Ausgabe ist da: selber machen – Jetzt kaufen!
Selbermachen Ausgabe 07_24