So klappt die Sanierung

100 Tipps zum Renovieren

Sie wollen renovieren? Wir haben die 100 besten Tipps zum Renovieren für Sie zusammengestellt. Damit geht nichts schief!

 
Renovierung © Rawpixel.com - stock.adobe.com
Mit unseren Tipps klappt die DIY-Renovierung!

Sie möchten schon lange Ihren Boden neu gestalten oder alte Treppen ausbessern? Wir zeigen, wie Sie Fliesen und Armaturen im Bad sowie in der Küche fachmännisch reparieren. Unsere Tipps helfen Ihnen bei den Renovierungs-Arbeiten. Außerdem: Praktische Heimwerker-Tipps rund ums Streichen, Tapezieren und Lackieren.
 

1. Dübel entfernen

Grundsätzlich raten wir, den alten Dübel in der Wand zu belassen, da durch das Herausziehen oft das Dübelloch noch weiter vergrößert wird. Wenn man jedoch nicht drumherum kommt, weil in unmittelbarer Nähe ein neues Loch gebohrt werden soll und das alte mit Gips ausgefüllt werden muss, dann nimmt man einen Korkenzieher zur Hand, dreht ihn in den Dübel und zieht ihn so aus der Wand.
 

2. Watte für die Wand

Gerade bei Raufasertapeten gelingt dieser Trick hervorragend. Dübellöcher werden statt mit Gips einfach mit einem Knäuel Watte gefüllt und anschließend mit Wandfarbe übergetupft.
 

3. Den richtigen Dübel finden

Hält nicht, gibt’s nicht. Es gibt für jede Wand den richtigen Dübel. Ausführliche Informationen finden Sie in der Broschüre „Der Dübelfinder“ der Fischerwerke (gibt’s im Baumarkt im Fischer-Dübel-Regal)
 

4. Risse füllen

Kleine Risse, seien es Spannungsrisse in Neubauten oder Alterungserscheinungen in Altbauten, lassen sich schnell und einfach mit einer Fugenmasse aus Acryl verfüllen. Acryl hat hier den Vorteil, dass man hinterher alles überstreichen kann. Zum Glätten der Fugenmasse nehmen Sie einen Abziehspatel oder den in Spülmittel getauchten Finger.
 

5. Risse freilegen

Tiefe Risse werden mit Hammer und Meißel bis aufs Mauerwerk geöffnet, mit einem Schwamm befeuchtet und erst dann mit Spachtelmasse gefüllt.

Sie möchten Ihre komplette Küche renovieren, und das möglichst flott? Hier zeigen wir, es geht - und zwar innerhalb eines Wochenendes.
 

6. Gipsmasse anrühren

Das Geheimnis der klumpenfreien Masse liegt in der Mischreihenfolge. Erst kommt das Wasser, dann der Gips. Nie anders herum! Dabei wird der Gipsbecher nur zu etwa einem Drittel mit Wasser gefüllt und der Gips nach und nach eingestreut, bis er gleichmäßig dicht unter der Wasseroberfläche liegt. Die Mischung kurze Zeit einsumpfen lassen und den Gips mit einem schmalen Spachtel zu einer geschmeidigen Masse verrühren.
 

7. Kabel legen

Kabel unter Putz zu verlegen ist eine äußerst mühsame und schmutzige Arbeit. Manch einer versucht es sogar mit Hammer und Stemmeisen! Machen Sie es sich also leicht und mieten Sie einen Mauernutfräser mit Staubsaugeranschluss. Solche Geräte bekommt man für etwa 25 Euro pro Tag oder 40 Euro für das Wochenende. Eine Investition, die sich schnell rentiert – besonders bei hartem Vollmauerwerk.
 

8. Günstige Mauerfräse kaufen

Wer ausschließlich in Putz oder Leichtbausteine einen Kabelkanal legen möchte, ist mit einer kleinen Mauernutfräse bestens versorgt. Praktisch: Manche werden als Zusatzgerät an einer Bohrmaschine befestigt.
 

9. Abstand halten


Illustration: T. Straszburger

Kabel, Steck- und Verteilerdosen werden 30 cm über dem Boden und 30 cm unter der Decke installiert. Die Abstände zu Türen und Fenstern betragen 15 cm. Die Lichtschalter liegen in 105 cm Höhe.
 

10. Elektrokabel verlegen

Sie wollen ein Kabel in den gefrästen Kanal legen, haben aber keine Kabelschellen? Schlagen Sie kleine Nägel überkreuzend neben dem Kabel in die Wand, dann verschließen Sie den Schlitz mit Gips. Ist der Gips trocken, werden die Nägel wieder entfernt und die Löcher mit Gips nachgearbeitet.
 

11. Risse überbrücken

Spannungsrisse, hervorgerufen durch unterschiedliche Baumaterialien, werden auch nach dem Verfüllen immer wieder leicht aufbrechen. Abhilfe schafft ein selbstklebendes Rissband aus Gewebe.
 

12. Wandputz ohne Wellen

Lot- und fluchtgerecht montierte Putzleisten aus Metall garantieren einen gleichmäßigen Auftrag des Putzmörtels. Wichtig: Leisten so anbringen, dass das Putzbrett gut aufliegt.

 

13. Spannungführende Stromleitungen erkennen

Spannungführende Stromleitungen, Eisen- und Nichteisenmetalle (etwa Kupferrohre) und sogar Holzunterkonstruktionen in Trockenbauwänden spüren Ortungsgeräte auf. Diese sind für unter 100 Euro im Baumarkt erhältlich.
 

14. Kabel verknoten

Auch wenn’s komisch klingt – es hilft prima: Unter Zug, etwa wenn Sie mit einem Elektrogerät auf eine Leiter steigen, löst sich so mancher Stecker aus der Kupplung. Machen Sie einfach mit den Kabeln einen Knoten um die Verbindung und alles hält perfekt. Wer es eleganter mag, kauft sich Sicherheitsboxen, die denselben Zweck erfüllen, jedoch auch noch zusätzlich Spritzwasser abhalten.
 

15. Die Wahl der Farbrolle

Langflorige Rollen eignen sich besonders gut für dünnflüssige Farben. Sie nehmen davon mehr auf und sind eher für grobporige Wände (Rauputz) geeignet. Rollen mit mittellangem Flor benutzt man für glatte Wände, mit kurzflorigen Modellen lassen sich pastöse und feste Farben gut verarbeiten. Zudem sind sie kleiner und leichter und liegen damit besser in der Hand.
 

16. Farbe beurteilen

Eine Wandfarbe wirkt je nach Lichteinfall unterschiedlich, weil senkrechte Flächen das Licht weniger reflektieren als liegende. Daher sollte die Farbe auch dort beurteilt werden, wo sie später verstrichen wird, nämlich an der Wand. Fertigen Sie sich dazu eine Farbprobe auf einem Stück Tapete an und probieren Sie dieses Farbmuster an der entsprechenden Wand aus. Dabei hat es sich bewährt, die Farbmuster einige Tage hängen zu lassen, um den Farbton auf sich wirken zu lassen.
 

17. Untergrund prüfen

Lässt sich die alte Wandfarbe mit der Hand abreiben, ist eines sicher: Hier wird weder Tapete noch neue Farbe halten. Die so stark kreidende alte Wandfarbe muss mit Wasser gründlich abgewaschen werden. Die Wand wird dann nach dem Trocknen mit einem Tiefgrund und dann erst farbig gestrichen.
 

18. Böden schützen

Teppiche, Holzböden und Fliesen lassen sich kinderleicht vor Farbspritzern schützen, indem man eine Abdeckfolie mit selbstklebendem Rand verwendet. Der Klebestreifen wird zum Beispiel entlang der Fußleiste geklebt und erst dann die Folie auseinandergefaltet. Gibt es in verschiedenen Größen, zum Beispiel von von Tesa.
 

19. Teleskopstange verwenden

Um an hohen Wänden und Decken mühelos streichen zu können, benutzt man als Verlängerung eine Teleskopstange, die sich bis zu 3 m Länge ausfahren lässt. Die Farbrolle wird dazu einfach auf die Teleskopstange geschoben. Das Bild zeigt hier ein Produkt aus dem Hause Schabert mit Bajonettverschluss.
 

20. Farbmuster einlesen

Sie haben in der Wohnzeitschrift eine Wandfarbe gesehen, kennen aber nicht die Herstellerbezeichnung? Kein Problem für Farbmischmaschinen mit integriertem Scanner. Mitgebrachte Farbmuster werden mit dem Computer eingelesen, der dann den richtigen Farbton zusammenmischt. Diesen Service gibt es mittlerweile in vielen Baumärkten.
 

21. Türrahmen vorbehandeln

Bevor es an die Malerarbeiten geht, sollten die Türrahmen mit Malerband abgeklebt werden. Besteht eine Fuge zwischen Rahmen und Wand, so wird diese mit einem Acrylspachtel (zum Beispiel „Nie wieder Risse“ von Henkel) sauber verschlossen.
 

22. Eckenroller verwenden

Eine prima Erfindung ist der „Eckenroller“. Diese Spezialität hat eine spitz zulaufende Rolle, die die Farbe leicht und gleichmäßig in 90-Grad-Innenecken verteilt.
 

23. Gleichmäßiger Anstrich

So geht’s richtig: Erst die getränkte Farbrolle einmal von unten nach oben rollen und dann erst den Farbauftrag kreuz und quer auf der Wand verteilen. Sofort daneben den nächsten Strich (nass in nass) setzen und wieder verteilen. Streichen Sie dabei die Wände immer durchgängig ohne Pausen.
 

24. Malerkrepp

Für jeden Einsatzzweck und Abklebebreite hält die Industrie mittlerweile das richtige Klebeband parat. So werden etwa gerade Flächen mit einem glatten Malerband abgeklebt. Für Kurven und Rundungen benutzt man hingegen das äußerst dehnbare Malerkrepp.
 

25. Heizung schützen

Zwar passt die Heizkörperrolle exakt in den Abstand zur Wand, doch schmiert sie auch den Heizkörper voll. Schützen Sie den Heizkörper mit einem Abdeckpapier.
 

26. Lackierpatsche


Noch ein schönes Produkt aus dem Malerfachhandel: die Lackierpatsche. Das Velourskissen am biegsamen Bügel bringt Wandfarbe sauber hinter den Heizkörper.
 

27. Rollen eintüten

Farbrollen, die am nächsten Tag noch weiter in Gebrauch sind, werden über Nacht in Plastiktüten luftdicht verpackt. Dann muss man die Farbrolle nicht auswaschen!
 

28. Ecken abdecken

Damit keine Farbe auf die angrenzende Wand gelangt, wird als Schutz ein Stück Karton während des Anstreichens gehalten. Diese Vorgehensweise empfehlen wir auch bei der Verwendung unterschiedlicher Farbtöne auf zwei Wänden.
 

29. Thermostat entfernen

Damit beim Anstreichen die Thermostaten nicht beschmiert werden, sollten sie im Sommer komplett entfernt werden. Im Winter würde die Heizung zu heiß werden, deshalb klebt man die Regler besser mit Malerkrepp ab.
 

30. Farbreste aufheben

Zu Ausbesserungszwecken sollten Farbreste aufbewahrt werden. Hierzu sind gereinigte Gurkengläser prima geeignet.
 

31. Schlagschnur für Tapeten ziehen

Damit die Tapetenbahnen gerade werden, wird etwa 50 cm von der Wand eine Linie per Schlagschnur gezogen. An dieser Linie entlang wird dann die zweite Bahn geklebt. Nun erst klebt man die erste Bahn.
 

32. Tapeten mit Lichteinfall kleben

Decken sollten immer mit dem Lichteinfall tapeziert werden. So verlaufen die Nähte zum Licht und können keine Mini-Schatten bilden.
 

33. Erste Tapetenbahn


Beginnen Sie mit der ersten Bahn nicht in einer Ecke, sondern etwa 50 cm aus der Ecke heraus an der freien Wand. Dazu empfehlen wir mit Bleistift und Lot eine genaue senkrechte Markierung zu machen. An diese Markierung wird die erste Bahn herangearbeitet. Da Sie nun 50 cm aus der Ecke heraus die Markierung gemacht haben, gelangen Sie mit der Bahn um etwa 2 bis 3 cm in die Ecke hinein. Denn niemals sollten Sie mit einer Tapete um eine Innenecke tapezieren, sondern stets nur kurz drüber. Eventuell muss die Tapete in dem Bereich der Ecke quer eingeschnitten werden, damit alles gerade bleibt. Mit der angrenzenden Tapete gehen Sie dann knapp über die erste Bahn drüber.
 

34. Ränder bei Tapeten einschneiden

Das Einschneiden der Ränder erleichtert das „Um die Ecke“- Tapezieren. Das gilt natürlich auch für Außenecken. Schneiden Sie bei Fensterlaibungen die Tapetenbahnen so zu, dass sie nur etwa 1 bis 2 cm um die Ecke laufen. Die Bahn in der Laibung wird dann so geklebt, dass sie exakt auf die Ecke stößt.
 

35. Deckenhelfer beim Tapezieren

Eine Zimmerdecke tapeziert man am besten zu zweit. Und damit der Helfer nicht auch noch auf der Leiter balancieren muss, bleibt er am Boden und unterstützt den Tapezierer, indem er die Tapetenbahn mit einer Duschrakel kurz unter der Decke hält. Bekannt ist dieser Trick mit einem Besen. Nur das der Besen eben schmaler ist.
 

36. Tapete kappen

Da man stets die Tapete einige Zentimeter länger lässt, als die Wand hoch ist, entsteht logischerweise ein Überstand. Diesen Überstand kann man mit einem Bleistift anzeichnen und anschließend mit der Schere abschneiden oder einfach mit einem etwa 20 cm breiten glatten Flächenspachtel abtrennen. Dazu den Flächenspachtel stramm an die Fußleiste pressen und beherzt am restlichen Tapetenstück ziehen. Sie werden sehen, es ist gar nicht schwer.
 

37. Beulen in der Tapete


Treten nach dem Trocknen Beulen in der Tapete auf, wird der Bereich angefeuchtet und mit einer Spritze mit dicker Kanüle (aus der Apotheke) Leim unter die Tapete gespritzt. Den Kleister gut verteilen und alles mit einem glatten Nahtroller fest andrücken.
 

38. Tapete hinter der Heizung

Zu diesem Zweck wird die Tapete kammförmig zugeschnitten: Der obere Bereich bleibt ganz bestehen, der untere Bereich in Streifen unterteilt. Zuerst wird der obere durchlaufende Bereich festgeklebt und anschließend die einzelnen Streifen des „Kamms“ mit der Rolle angedrückt.
 

39. Tapete ausmessen

Nicht ganz so genau, weil eine nicht tapezierte Fläche hinter der Heizung übrig bleibt, aber ebenso gut: Die Halterungen hinter dem Heizkörper werden ausgemessen, die Maße auf die Bahnen übertragen und die Aussparungen herausgeschnitten. Dann können die Tapete bis an die Halterungen hinter die Heizung geklebt werden.
 

 

40. Anstrichrichtung

Beginnen Sie Ihre Anstriche stets am Fenster und arbeiten Sie sich vom Lichteinfall weg. So kann man verhindern, dass eventuelle Ansätze später sichtbar werden.
 

41. Farbmenge berechnen

Die Reichweitenangaben auf den Farbeimern beziehen sich auf den Anstrich glatter Wände. Wenn Sie Rauputz oder grobe Raufaser streichen, verringert sich die Reichweite um 10 bis 30 Prozent.
 

42. Ecken zuerst

Die Ecken einer Wand werden stets zuerst mit dem Pinsel gestrichen, jedoch nicht im ganzen Zimmer. Die Farbe soll immer nass in nass aufgetragen werden, damit die Übergänge nicht erkennbar sind.
 

43. Farbe richtig lagern

Lacke lassen sich lange lagern, wenn man etwas Wasser oder Terpentin auf die Oberfläche gibt.
 

44. Die richtige Raumtemperatur

Beim Streichen wie beim Tapezieren muss eine normale Raumtemperatur herrschen. Falsch ist es, die Heizung voll aufzudrehen oder die Fenster auf Durchzug zu stellen, weil dadurch eine zu schnelle Trocknung erfolgt.
 

45. Stahlwolle

Verunreinigungen an Lackoberflächen lassen sich vorsichtig mit Stahlwolle entfernen, ohne viel Lack abzutragen. Anschließend nochmal alles staubfrei lackieren.
 

46. Starke Farbunterschiede vermeiden

Wenn eine Wand nach dem Anstreichen starke Farbunterschiede aufweist, sollte die ganze Wand mit Tiefgrund behandelt werden. Danach alles nochmal streichen.
 

47. Schwebstaub

Setzt sich beim Lackieren mit Sprühlack ständig Staub auf die Fläche: nasse Laken spannen!
 

48. Materialbedarf bei Tapeten

Um zu errechnen, wieviel Tapete Sie brauchen, multiplizieren Sie die Raumhöhe mit der Wandlänge. Beispiel: Ihre Raumhöhe beträgt 275 cm und Sie messen mit dem Zollstock eine Wandlänge (ohne Türen und Fenster) von 15 m aus. Damit benötigen Sie für diese Fläche neun Rollen in der Standardabmessung von 10,5 x 0,53 m. Hier finden Sie weitere wichtige Tipps zum Thema Wände und Streichen.
 

49. Fliesen bohren


Ein Streifen Paketklebeband auf die Fliese geklebt, verhindert ein Abrutschen des Bohrers. Wichtig: Die Fliese unbedingt ohne Schlagwerk durchbohren.
 

50. Bodenfliese austauschen

Trennen Sie die Fugen rund um die Fliese mit einer kleinen Fräse und einem Hartmetallfräseinsatz heraus (beispielsweise Dremel Multi). Jetzt die Fliese zerschlagen und herausstemmen. So bleiben die anderen Fliesen heil. Sie möchten nicht nur eine Fliese tauschen, sondern Ihr Bad einer Komplett-Renovierung unterziehen? Hier erfahren Sie, wie man dabei am besten vorgeht.
 

51. Fliesen kühlen


Beim Durchbohren harter Fliesen kann das Werkzeug schnell ausglühen. Der kleine Trick, um dies zu verhindern: Umgeben Sie den Bohrbereich mit einem Kranz aus Modellier- oder Knetmasse und füllen etwas Wasser zum Kühlen hinein. Dann mit einem Glasbohrer und geringer Drehzahl bohren.
 

52. Fliesen richtig schneiden

Zwar Benutzen immer noch einige dazu Glasschneider und Lineal. Doch schneller, genauer und mit weniger Ausschuss geht es mit einem Fliesenschneider. Mit etwa 20 Euro so preiswert, dass sich ein Ausleihen gegen Gebühr kaum lohnt.
 

53. Elektrischer Fliesenschneider für harte Fliesen

Wer große Flächen zu verfliesen hat oder sehr harte Fliesen verarbeitet, ist mit einem elektrischen Fliesenschneider gut beraten. Das kreissägeartige Gerät hat ein diamantbesetztes Sägeblatt. Mit etwa 50 Euro eine lohnende Investition.
 

54. Fliesenlochschneider

Um größere Löcher für Zuleitungen oder Steckdosen in Fliesen zu bekommen, benutzt man einen Fliesenlochschneider, der in normale Bohrfutter gespannt werden kann. Unbedingt mit geringer Drehzahl und hoher Sorgfalt vorgehen.
 

55. Ecken fliesen

Beginnen Sie an der Ecke mit einer ganzen Fliese und bestimmen Sie den Kantenüberstand mit einem Fliesenrest.
 

56. Fliesen verputzen

Mit dem Renovierungssystem „Statt Fliesen“ von Ultrament lassen sich im Bad glatt oder strukturiert verputzte Wände gestalten, ohne die alten Fliesen abzuschlagen. Das System besteht aus Haftgrund, Deckspachtel, weißer Farbe, die mit Effektlasuren in verschiedenen Farben abgetönt werden kann, und Versiegelung. Ab etwa 125 Euro, ausreichend für gut 6 qm.
 

57. Fliese auf Fliese


Mit einer dünnen Kleberschicht grundieren und durchtrocknen lassen. Dann die eigentliche Kleberschicht (beispielsweise Sicherheitskleber von Lugato) auftragen. Mit dem Zahnspachtel durchkämmen und die Fliesen sofort ansetzen.
 

58. Fliesenlack anwenden

Mit Fliesenlack lassen sich unansehnlich gewordene Fliesen auffrischen. Fliesenfugen und Ränder mit einem Pinsel vorstreichen. Den Lack dann mit der Farbrolle auftragen. Die Fläche muss vorher gründlich gereinigt werden.
 

59. Nässeschutz

Auch unverflieste Wände in Bad und Küche lassen sich mit einer Versiegelung (zum Beispiel Molto-Tapetenschutz) vor Wasser- und Seifenflecken effektiv schützen. Ebenfalls für die nachträgliche Behandlung von Tapeten geeignet, denn der Anstrich ist wasch- und scheuerbeständig. Einfach mit der Rolle auftragen.
 

60. Sauber verfugen


Beim Abdichten von Fugen in Bad und Küche mit Silikon erweisen sich kleine Spezialspachtel aus elastischem Kunststoff (in Baumärkten erhältlich) als nützliche Helfer. Mit dem Werkzeug über die Masse ziehen und den Überstand abnehmen. Erst danach mit Hilfe von Spülmittel und Zeigefinger das Silikon glatt streichen und dann trocknen lassen.
 

61. Topfscharniere reparieren

Ist so ein Malheur einmal passiert, muss man das gute Möbelstück nicht gleich wegwerfen. Mit einem Zweikomponenten-Holzreparaturkitt lassen sich auch große Scharniere wieder bombenfest einkleben. Nach dem Anmischen der beiden Komponenten muss der Kitt zügig verarbeitet werden, da er sehr schnell aushärtet. Hier erklären wir ausführlich, wie man Türscharniere richtig repariert.
 

62. Emaille ausbessern


Ob Badewanne, Waschbecken oder WC: Kleine Blessuren lassen sich schnell mit einem Reparaturset beheben. Solche Sets (zum Beispiel von Jaeger) bestehen aus Schleifpapier, Spachtelmasse und Härter sowie Sprühlack. Beim Anrühren von Spachtelmasse und Härter muss man den Raum gut lüften und Schutzhandschuhe tragen!
 

63. Macken in Acrylbeschichtung reparieren

Kleine Schadstellen in einer Acrylbeschichtung lassen sich mit Poliersets beseitigen, beispielsweise vom Hersteller Aquatic. Das Set besteht aus Nass-Schleifpapier verschiedener Körnung, einer Schleifpaste und einem Poliermittel und kostet rund 20 Euro.

 

64. Badewanne lackieren

Bei großflächigen Schäden können Wannen mit dem speziellen Zweikomponentenlack von Molto neu beschichtet werden. Nach dem Auftragen mit einem Pinsel oder einer Rolle sieht die Wanne wieder aus wie neu und ist auch fast so widerstandsfähig.
 

65. Spiegel entfernen


Versehen Sie ein Stück Zahnseide mit einigen Knoten. Mit der so hergestellten „Drahtsäge“ lassen sich aufgeklebte Spiegel von der Wand bekommen, ohne dass man zu Hammer und Meißel greifen muss.
 

66. Fugen reinigen

Bei Stockflecken und Schimmelbefall wirkt normaler Haushaltsessig, je nach Stärke des Befalls pur oder verdünnt aufgetragen, oft Wunder. Wenn Sie die Fuge komplett erneuern möchten, lesen Sie hier nach wie es geht.
 

67. Freies Rohr

Wenn der Abfluss verstopft ist, muss man nicht gleich zur chemischen Keule greifen. Geben Sie 150 g Natron und anschließend 230 ml Haushaltsessig hinein. Wenn das Schäumen nachlässt, mit heißem Wasser nachspülen dann gründlich mit kaltem. Ohne Nebenwirkungen.
 

68. Neue Silikondichtung

Dazu muss die alte Dichtung zunächst entfernt werden. Das geschieht am einfachsten mit einem Fugenmesser oder Fugenhai. Notfalls tut es aber auch ein Cutter.
 

69. Bei Silikon auf Qualität achten

Bei Silikon sollten Sie Markenware kaufen, die beim Aushärten nur um 5 bis 10 Prozent schrumpft. Billigprodukte können durch minderwertige Zuschlagstoffe um bis zu 30 Prozent schrumpfen und dabei ihre Elastizität einbüßen.
 

70. Toilette von Kalkablagerungen befreien

Bei Kalkablagerungen im Becken sollte man zunächst die Quelle beseitigen: Im Spülkasten die braunen Ablagerungen entfernen, Essigessenz hineingeben und mit Wasser auffüllen. Über Nacht einwirken lassen und zwei- bis dreimal nachspülen. Mehr zum Thema Badezimmer lesen Sie hier.
 

71. Mehr Zeit bei der Gipsarbeit

Die Verarbeitungszeit von Gips lässt sich durch die Zugabe von Rotband-Haftputz und Quarzsand deutlich verlängern. Die Materialien trocken mischen und in Wasser einsumpfen. Vor dem Anstrich gut trocknen lassen (2 bis 3 Stunden).
 

72. Rostfreie Schrauben

Sind die Schrauben am WC-Sitz nicht rostfrei, hilft ein Anstrich mit klarem Nagellack. Der Nagellack schützt nicht nur vor Rost, sondern sorgt auch dafür, dass die Schrauben festsitzen.
 

73. Blinkende Armaturen

Kalkablagerungen an Metallarmaturen lassen sich gut mit feiner Stahlwolle der Stärke 00 entfernen, ohne das Metall zu zerkratzen. Weitere Hausmittel gegen Kalkablagerungen finden Sie hier.
 

74. Teppich in Teppich

Schnell ist Auslegeware im Türbereich verschmutzt. Einfache Lösung: Mit einer selbstgefertigten Schablone wird das Stück Teppich herausgeschnitten und ein anderes eingesetzt, das bei Bedarf ausgetauscht werden kann.
 

75. Teppich richtig verlegen

Fertigen Sie sich eine genaue Skizze der Räume mit allen Maßen an. Tragen Sie die Fenster beziehungsweise den Lichteinfall ein. Dieser kann bei manchen Teppichen die Verlegerichtung mit entscheiden, da Nähte immer parallel zu ihm verlaufen müssen, um nicht sichtbar zu sein. Für Nischen und Türen Materialzugabe vorsehen und so den Materialbedarf berechnen.
 

76. Teppich aus der Ecke

Beginnen Sie mit dem Verlegen in einer rechtwinkligen Ecke. Den abgerollten Teppich mit beiden Händen und einem Fuß in die richtige Position ziehen.
 

77. Teppich schneiden

Ein Werkzeug, das wir zum Schneiden von Teppichboden empfehlen, ist der Easy-Cut von Mator. Den Easy-Cut mit seiner Klinge in die Ecke von Teppich und Fußleiste drücken und ziehend schneiden. Ab 20 Euro im Baumarkt.
 

78. Flickenteppich

Brandlöcher und andere kleine Schadstellen im Teppich können die Gelegenheit sein, den Boden individuell zu verschönern. Ein Reststück in anderer Farbe unter den Teppich legen und aus beiden mit einem Schnitt Rechtecke ausschneiden.
 

79. Locheisen

Wer den Teppich so ausbessern möchte, dass es hinterher nicht mehr zu sehen ist, kann dazu ein Locheisen benutzen. Schadstelle und Flicken einfach ausstanzen.
 

80. Teppichmesser

Zum Zuschneiden von Teppichböden eignen sich nur dafür vorgesehene Teppichmesser. Mit der Hakenklinge lassen sich lange gerade Schnitte ausführen, ohne den Untergrund zu beschädigen. Die trapezförmige Klinge eignet sich für die Feinarbeit wie etwa im Türbereich.
 

81. Teppich an der Tür

Um den Teppich durch die Türöffnung zu legen, wird der Schnitt zunächst schräg zur Türlaibung geführt. Später wird exakt nachgeschnitten. Wenn Sie ein Brett als Schneidehilfe unterlegen, können Sie damit verhindern, dass ein Schnitt unbeabsichtigt in die Auslegeware geht.
 

82. Heizungsrohre ausklinken


Illustration: T. Straszburger

Messen Sie erst die Mittelpunkte der Rohre aus und markieren Sie diese auf der Diele. Die Durchlässe für die Rohre werden dann mit einem Kunstbohrer gebohrt. Dabei etwa 1 cm Anlagefläche für die Rosette berücksichtigen. Die Diele wird dann keilförmig ausgeklinkt. Abschließend werden beide Teile zusammengefügt.
 

83. Heizungsrohr aussparen

Das Aussparen gestaltet sich hier noch einfacher, wenn sie am Rohr die Längsstöße der Dielen setzen. Achten Sie wegen des Fugenbildes auf einen Mindestversatz.
 

84. Dielenboden schleifen


Illustration: T. Straszburger

Schleifen Sie zunächst diagonal zur Laufrichtung der Dielen, dann im zweiten Arbeitsschritt quer dazu. Der dritte Schleifgang erfolgt abschließend parallel zu den Dielen. Schleifen Sie gegen das Licht, dann fallen Ihnen eventuelle Unebenheiten besser auf. Hier erfahren Sie detailliert, was beim Schleifen von Parkettboden zu beachten ist.
 

85. Treppen belegen


Ist der Überstand der Antrittstufe viertelrund geschnitten, dann ist es besser, für diesen Bereich eine extra Schablone anzufertigen. Wenn Sie die eigentliche Stufenschablone fertig haben, werden beide zusammengesetzt. Mit dieser Gesamtschablone kann dann der Bodenbelag passgenau ausgeschnitten werden.
 

86. Stufenknarren

Durch das natürliche Schwinden des Holzes und durch die Verkehrsbelastung der Treppe entstehen an der Wange sowie den Setz- und Trittstufen Spalten, an denen das Holz aneinander reibt: Die Treppe gibt knarrende und ächzende Geräusche von sich. Bevor Sie an die Reparatur gehen, prüfen Sie, wo sich die Schwachstellen befinden.
 

87. Trittstufe entknarren


Um die Trittstufe zu entknarren, wird sie zunächst mit zwei flachen Keilen – vorsichtig mit dem Hammer eingeschlagen – angehoben. In die so vergrößerte Fuge kann die Acrylmasse hineingedrückt werden.
 

88. Setzstufe


Hier wird die Trittstufe waagerecht mit Keilen von der Setzstufe getrennt. Die Fuge wird mit Dichtmasse gefüllt, bis diese am Rande herausquillt, der Überstand, wenn alles vollständig getrocknet ist, mit dem Cutter abgeschnitten und die Keile entfernt. Die Fuge wird mit einer aufgenagelten Holzleiste (Viertelstab) abgedeckt.
 

89. Lack ablösen

Heißluftgeräte eignen sich besonders für profilierte Türen. Mit ihnen können gleich mehrere Farbschichten erweicht und dann mit einem Spachtel oder der Ziehklinge entfernt werden. Hier erklären wir ausführlich, wie Sie Lack mit Abbeizen oder Heißluftpistole entfernen.
 

90. Abbeizer verwenden

Abbeizer sind flüssige und pastöse Chemikalien zum Entfernen alter Lacke. Sie lösen allerdings immer nur die oberste Lackschicht an, die dann mit dem Spachtel abgehoben wird.
 

91. Gedrechselte Profile schleifen

Mit in Streifen geschnittenem Schleifleinen kommen Sie auch in gedrechselte Profile.
 

92. Weißlack tönen

Ein alter Trick der Malerprofis: Tönen Sie den Weißlack mit einem Tropfen Schwarz oder Umbra ab. Dadurch steigert sich die Deckkraft merklich.
 

93. Fensterrahmen abkleben

Vor dem Streichen der Fensterrahmen unbedingt Glasscheiben und Silikondichtungen mit einem UV-beständigen Fensterklebeband vor unbeabsichtigtem Farbauftrag schützen. Dieses Klebeband löst sich durch Sonnenstrahlen nicht auf, die Farbe hat Zeit zu trocknen.
 

94. Pinsel richtig aufbewahren

Nach vollbrachtem Tagewerk hat man selten noch Lust zu einer gründlichen Pinselreinigung. Soll es am nächsten Tag gleich weitergehen, ist das auch nicht nötig. In einem Einweckglas mit Wasser lassen sich benutzte Pinsel über Nacht aufbewahren. Die Pinsel mit Klebeband so fixieren, dass der Bund über dem Wasser bleibt.
 

95. Der richtige Pinsel


Um optimale Arbeitsergebnisse zu erziehlen, muss man für jede Farbe den geeigneten Pinsel auswählen. Links ein Pinsel mit Chinaborsten (Schweineborsten), der sich für Kunstharzlacke und -lasuren eignet. Der Pinsel rechts hat Kunststoffborsten. Durch ihre hohe Aufnahmefähigkeit ideal für wässrige Lacke und Lasuren auf Acrylbasis.
 

96. Placken in der Farbe

Das kann passieren und ist zunächst ärgerlich. Man muss das alte Gebinde aber nicht gleich entsorgen. Lassen Sie die Lackfarbe einfach durch eine gespannte Strumpfhose in ein zweites Gefäß laufen. Schon kann die Farbe verwendet werden.
 

97. Sprühlack auftragen


Illustration: T. Straszburger

Um ein perfektes Lackierbild zu erhalten, wird die Farbe zunächst vertikal, dann horizontal aufgesprüht. Dabei über den Rand der zu lackierenden Fläche hinausgehen, damit keine Ansätze entstehen.
 

98. Richtig streichen


Illustration: T. Straszburger

Auch hier lässt sich eine perfekt lackierte Oberfläche erzielen. Dazu tragen Sie die Farbe zuerst mit diagonalem Strich auf, dann führen Sie den Pinsel quer.
 

99. Fensterrahmen streichen

Auf den Glasleisten bringen Sie zunächst mit langen Pinselstrich grob die Farbe auf. Dann in stetig drehender Bewegung die Farbe gleichmäßig verstreichen. Durch die Drehbewegung verteilen Sie die Farbe, anstatt sie wie bei einem geraden Strich vor dem Pinsel herzuschieben.
 

100. Sprossenfenster lackieren

Für einen ansatzfreien Anstrich ist es gerade bei Sprossenfenstern wichtig, die optimale Abfolge einzuhalten. Grundsätzlich von innen nach außen arbeiten. Zuerst die senkrechten, dann die horizontalen Sprossen streichen. Danach ist das Flügelholz an der Reihe, und abschließend wird der Rahmen lackiert.

Zum Weiterlesen: Hier finden Sie weitere Tipps zum Renovieren sowie zahlreiche Bauanleitungen für Ihr Zuhause!

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