Der Garten im Oktober – das ist jetzt zu tun

Im Oktober werden die Tage kürzer und die Temperaturen kälter. Der Garten muss auf den kommenden Winter und den nächsten Frühling vorbereitet werden. Lesen Sie hier, was im Garten im Oktober zu tun ist.

Garten im Oktober
Was ist im Oktober im Garten zu tun?© New Africa – stock.adobe.com

Der Sommer ist vorbei, die Blätter der Bäume färben sich gelb, rot oder braun. Doch neben ausgedehnten Herbstspaziergängen im Freien und ruhigen Abenden zuhause mit einer selbst gebauten Feuerschale oder Lagerfeuerstelle warten jetzt auch besonders viele Arbeiten im Garten: Denn es geht darum, alles für das nächste Jahr vorzubereiten. Wer also im nächsten Frühling alles blühen sehen will, sollte jetzt mit den Vorbereitungen beginnen. Der Herbst ist nämlich die beste Pflanzzeit. Wir verraten, was es im Oktober im Garten zu tun gibt.

Beet- und Rasenpflege im Oktober

Im Oktober färben sich die Blätter der Bäume nicht nur bunt, sondern fallen auch als Laub zu Boden. Dies kann für Gärtner schnell eine Plage werden – wird das Laub nämlich nicht regelmäßig von den Rasenflächen entfernt, bekommt der Rasen keine Luft mehr und verrottet.

Garten im Oktober
Das Laub muss regelmäßig aufgesammelt werden.© Firma V – stock.adobe.com

Sie sollten das Laub etwa alle zwei Wochen mit einem Rechen entfernen. Bei wenig Laub kann es auch reichen, die Blätter mit einem Rasenmäher „einzusammeln“. Sie werden dabei zerkleinert und eignen sich gut für den Komposthaufen!

Das Laub von Eiche und Walnussbaum verrottet sehr langsam und sollte deshalb nicht auf den Kompost, sondern kann in einem extra Bereich verrotten. So kompostieren Sie richtig!

Das gesammelte Laub ist allerdings kein lästiger Abfall – es dient unter Hecken, unter Sträuchern oder im Beet als Frostschutz. Solche Laubansammlungen sind zudem ideale Winterquartiere für Igel. Falls Sie es also im September noch nicht getan haben, häufen Sie das Laub in einer Ecke auf. Alternativ können Sie für Igel ein Winterlager selber bauen!

Neben Laub kann auch eine Mulchschicht auf offene Flächen in Beeten etc. aufgetragen werden. Dies ist eine Mischung aus Laub und Staudenschnitt, die verrottet und als Humus Wasser und Nährstoffe speichert und zugleich vor Frost schützt.

Garten im Oktober
Ein letztes Mal Unkraut jäten ist ebenfalls angesagt!© LianeM – stock.adobe.com

Jäten Sie außerdem im Oktober das Unkraut aus Rasen und Beeten. Dadurch lockern Sie im gleichen Zug den Boden Ihrer Beete auf! Fangen Sie mit dem Entfernen des Unkrauts rechtzeitig an, bevor die Pflanzen ihre Samen verlieren – so sparen Sie sich viel Arbeit im kommenden Jahr.

Garten im Oktober
So sehen Schneckeneier aus – wie kleine Perlen. Sie können durchsichtig bis weiß sein.© TR Design – stock.adobe.com

Auch gegen die verhasste Schneckenplage können Sie jetzt im Oktober etwas tun: Schnecken legen jetzt im Herbst ihre Eier zur Überwinterung in Bodenspalten! Schließen und glätten Sie daher alle Spalten, Mulden oder feuchten Vertiefungen unter Hecken, in Beeten oder in den Ecken des Gartens. Finden Sie dabei Schneckeneier, entfernen Sie diese sofort. So haben Sie auf natürliche Weise weniger Schnecken im nächsten Jahr.

Rückschnitt im Oktober

Im Oktober kann auch der bereits im September begonnene Rückschnitt der Stauden abgeschlossen werden. Die meisten Sträucher müssen aber nicht vollständig zurückgeschnitten werden. Es reicht oft aus, die langen Triebe auf Kniehöhe zu kürzen.

Garten im Oktober
Rückschnitt der Stauden und Sträucher im Herbst.© Jürgen Fälchle – stock.adobe.com

Beachten Sie beim Rückschnitt im Oktober zudem, dass in den kommenden Wintermonaten eventuell Frostschäden an den Ästen entstehen können. Schneiden Sie die Stauden vor dem Winter zu stark zurück, ist nach Entfernen der Frostschäden im nächsten Frühjahr von dem einst üppigen Strauch nicht mehr viel übrig.

Verblühte Stauden und Gräser dienen vielen Nützlingen als Winterquartier. Schneiden Sie die Pflanzen deshalb aus ökologischen Gründen nicht radikal zurück!

Der Rückschnitt im Überblick:

  • Koniferen und andere immergrüne Pflanzen sollten im Oktober zurückgeschnitten werden, da die durch den Schnitt entstandene Verletzung noch genügend Zeit hat, bis zum Winter zu verheilen.
  • FürHecken ist der beste Zeitpunkt des Rückschnitts ein trockener Herbsttag – wichtig ist es, nicht bei Frost zu schneiden. Außerdem werden bei dem Herbstschnitt im Oktober brütende Vögel nicht gestört.
  • Auch stark wachsende Ziergehölze sollten im Herbst so gestutzt werden, dass sie das Wachstum benachbarter Gewächse nicht behindern. Schmetterlingsflieder hingegen sollte erst im Frühling geschnitten werden, da er bei Frost stark zurückfriert.
  • Schneiden Sie Rosen im Herbst nicht zu stark zurück. Es ist besser, sie bei der ersten richtigen Kälte nur ein wenig zu bearbeiten und dann im Frühjahr ordentlich zu kürzen.

Verwenden Sie für den Rückschnitt immer sauberes und scharfes Werkzeug.

Das ist für den Obstbaumschnitt besonders wichtig!

Ernte im Oktober

Auch im Oktober ist Erntezeit bei vielen Pflanzen: Schnittlauch, Gurken, Knollensellerie oder Rote Rüben können jetzt geerntet werden. Auch noch grüne Tomaten sollten vor dem ersten Frost unreif mitgeerntet werden – sie reifen an einem sonnigen Platz nach.

Garten im Oktober
Oktober ist Erntezeit!© ChristArt – stock.adobe.com

Außerdem haben viele Gartenbesitzer im Herbst überschüssiges Obst: Einwandfreie Früchte können wie Gemüse durch kühle Lagerung oder andere Methoden haltbar gemacht werden. Äpfel lassen sich beispielsweise gut zu Apfelsaft verarbeiten. Wollen Sie das Obst nicht selbst verwenden, so lassen Sie es an den Sträuchern und Bäumen für hungrige Vögel hängen.

Wichtig ist es aber, faulende oder von Pilzen befallene Früchte von Bäumen und vom Boden zu entfernen - so beugen Sie Schädlingsbefall vor. Auch wurmstichiges Fallobst sollte aufgesammelt und in der Biotonne entsorgt werden. Lassen Sie es liegen, könnten Schädlinge im Garten verbleiben und sich weiter ausbreiten.

Garten im Oktober
Entsorgen Sie fauliges Obst im Biomüll.© sangriana – stock.adobe.com

Welche Pflanzen können Sie im Oktober pflanzen?

Neben der Ernte der Obstbäume ist der Oktober auch optimal, um neue Obstgehölze zu pflanzen. Sie müssen nämlich vor dem ersten Frost in die Erde. Zusätzlich zu Obstbäumen können auch alle anderen unempfindlichen Gehölze gepflanzt werden. Dazu gehören alle Wildgehölze und Rosen. Die Herbstpflanzung hat den Vorteil, dass die Pflanzen im Frühjahr bereits Wurzeln gebildet und dadurch einen deutlichen Wachstumsvorsprung haben.

Frostempfindliche Pflanzen (Hibiskus, Hortensie, Schmetterlingsstrauch und alle immergrünen Gewächse) sollten erst im Frühjahr gesetzt werden.

Beim Einpflanzen müssen Sie alle Pflanzen gut angießen – das Mindeste sind 20 Liter (entspricht etwa zwei Gießkannen). Der Wurzelbereich sollte durch Laub, Kompost oder Mulch abgedeckt sein, damit er vor Frost geschützt ist.

Falls Sie Rosen noch nicht im September gepflanzt haben, sollten Sie das jetzt tun!

Garten im Oktober
Bärlauch gehört zu den „Kaltkeimern“.© Birgit Brandlhuber

Außerdem: Kaltkeimer wie Bärlauch, Adonisröschen, Christrose, Kastanie oder Pfingstrose brauchen kalte Temperaturen, um nach der Samenquellung zu keimen. Daher können Sie diese Pflanzen ebenfalls im Oktober säen. Zur Aussaat eignet sich ein vorbereitetes Saatbeet oder Aussaatschalen.

Auch fürZwiebelblumenwird es höchste Zeit! Sollten Sie Ihre Zwiebelblumen für nächstes Jahr noch nicht gepflanzt haben, ist der Oktober der letzte Zeitpunkt dafür. Nur so können sich die Pflanzen an den neuen Standort gewöhnen und vor dem Winter noch Wurzeln ausbilden.

Sie wollen Ihre Amaryllis bis Weihnachten zum Blühen bringen? So gehen Sie vor.

Terrasse und Balkon im Oktober winterfest machen

Zusätzlich zu den Gartenpflanzen müssen Sie im Oktober auch an die Terrassen-/ Balkonpflanzen, Wasserhähne und Gartengeräte denken.

Jutesack
Stellen Sie den isolierten Pflanzkübel nah an die Hauswand.© photo 5000 – stock.adobe.com

Schützen Sie die Kübelpflanzen vor Frost.

Auch der Wasserhahn muss winterfest gemacht werden. Damit gefrorenes Wasser in den Rohren nicht zum Rohrbruch führt, sollten Sie jetzt bereits alle Außenzapfstellen trockenlegen. Schließen Sie dazu das Schrägventil (meist im Keller) und lassen Sie alle Gartenwasserhähne leerlaufen. Zudem muss das Ventil geöffnet bleiben, damit jegliche Feuchtigkeit entweichen kann. Als schützende Maßnahme für senkrechte, frei liegende Rohre dienen zusätzlich Zeitungen, Lumpen oder Stroh, die jeweils um die Leitungen gewickelt werden.

Auch Wassertonnen und Regenfässer müssen geleert werden. Eine geschlossene Eisschicht von wenigen Zentimetern reicht gewöhnlich aus, um die Kunststoffgefäße zum Bersten zu bringen.

Reinigen Sie auch alle Gartengeräte sorgfältig und bringen Sie sie in denSchuppen oder Keller. Das gleiche gilt für die Gartenmöbel: Decken Sie die großen Teile ab und verstauen Sie kleinere Lampen, Stühle, Kissen oder Decken an einem geschützten Ort.

So machen Sie zum Beispiel Ihren Rasenmäher winterfest.

Der Gartenteich im Oktober

Haben Sie einen Gartenteich, so ist spätestens Ende Oktober die Saison vorbei.

Auch der Gartenteich muss im Oktober winterfest gemacht werden.© Luftklick – stock.adobe.com

Bereiten Sie ihn ebenfalls auf den Winter vor.

Nehmen Sie alle Teichpumpen und Wasserspiele aus dem Teich. Gefrorenes Wasser könnte sie von innen zerstören. Reinigen Sie Pumpen und Co. gründlich und verstauen Sie sie bis zum Frühjahr im Keller. Dort lagern sie am besten in einem Wasserbottich.

Garten im Oktober
Das Laub muss von der Wasseroberfläche abgeschöpft werden.© Stefan Werner

Sie können jetzt ebenfalls eine übermäßige Faulschlammbildung im Teich verhindern: Entfernen Sie das Laub, das auf den Teich fällt, bevor es auf den Grund sinkt. So verbessern Sie nachhaltig die Wasserqualität im Gartenteich und haben weniger Algen im nächsten Frühjahr.

Wollen Sie die Blätter nicht händisch entfernen, so können Sie einen Käscher oder ein über den Teich gespanntes engmaschiges Fruchtschutz-Netz verwenden.

Schneiden Sie Schwimmpflanzen und Seerosen zurück – die Uferbepflanzung können Sie jedoch bis zum Frühling stehen lassen. Sie schützt den Teich und bietet Insekten einen guten Unterschlupf im Winter.

Ist Ihr Teich mindestens 80 cm tief, können Ihre Fische im Teich überwintern. Das Wasser am Grund wird ab dieser Tiefe nie kälter als 4 Grad Celsius und kann deswegen nicht frieren. Trotzdem darf der Teich auch an der Oberfläche nicht vollständig zufrieren. Ansonsten können die entstehenden Faulgase nicht entweichen und Ihre Fische werden nicht mehr mit Sauerstoff versorgt. Abhilfe schafft hier ein Bündel Stroh oder Schilfrohr im Teich.

Zum Weiterlesen:Checkliste – haben Sie alles in Haus und Garten vor dem ersten Frost geschützt?

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